Der Rückstand zur CDU ist groß, die Partei richtet ihre Kampagne ganz auf den neuen Spitzenmann aus. Ob das reicht? Eine Partei zwischen Zweifel und Zuversicht.
Als sich Manuel Hagel vor zwei Jahren zum CDU-Landeschef und damit zum designierten Spitzenkandidaten seiner Partei wählen ließ, versprach er knitz: „Das politische Erbe Winfried Kretschmanns wird bei uns in guten Händen sein.“ Auf dem Grünen-Parteitag am Wochenende in Ludwigsburg hat sich allerdings gezeigt, dass der Segen des Ministerpräsidenten nicht auf Hagel, sondern auf dem grünen Parteifreund Cem Özdemir ruht. In dieser schwierigen Zeit, sagte Kretschmann, sei es „keine Nebenfrage, wer Ministerpräsident ist“. Es brauche jemanden mit Erfahrung, einen gestandenen Politiker, „der weiß, wie regieren geht, weil er es selbst schon gemacht hat“. Kretschmann hat gewogen, und Hagel für zu leicht befunden, dafür aber in Cem Özdemir einen Mann gefunden, über den er sagt: „Bei Dir wäre mein Erbe in besten Händen.“
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