Die Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für Hühner. Foto: IMAGO/ULMER

Die Behörde mahnt alle Geflügelhalter, die Anweisungen der Landesbehörden zu beachten. Das gilt auch, wenn man nur ganz wenige Tiere hält.

Wegen einer erhöhten Gefahr für Vögel durch die Geflügelpest, weist das Landratsamt alle Geflügelhalter im Kreis auf die Anweisungen des Landes hin und appelliert, auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu achten.

„Die Geflügelpest, auch als Vogelgrippe bekannt, ist eine in den meisten Fällen tödlich verlaufende Virus-Erkrankung für eine Vielzahl an Vogelarten“, schreibt die Landkreisverwaltung. Wo sie auftrete, müsse sie von Amts wegen mit rigiden Mitteln bekämpft werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Eine Gefährdung der Gesundheit für Menschen durch die Vogelgrippe bestehe derzeit nicht, betont die Behörde.

Die Gefahr steigt

In Deutschland und auch in Baden-Württemberg ist die Geflügelpest zurzeit auf dem Vormarsch. Es häufen sich Fälle bei Wildtieren, die mit dem tödlichen Virus infiziert sind, zuletzt erst kürzlich im Nachbarlandkreis Tübingen. Damit, so das Landratsamt, steigt auch die Gefahr für die Nutztierhaltungen im Landkreis Böblingen.

Damit das Seuchengeschehen nicht auf Nutzgeflügel übergreift, hat das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eine Allgemeinverfügung erlassen, die für jeden Geflügelhalter in Baden-Württemberg gilt, selbst wenn er nur wenige Tiere hält. Auch Kleinsthaltungen mit nur sehr wenigen Hühnern, Gänsen und Enten sind betroffen. „Alle Geflügelhalter sind angehalten, penibel auf Biosicherheitsmaßnahmen zu achten, um einen Eintrag in die Nutzgeflügelhaltungen zu verhindern“, schreibt die Landkreisverwaltung.

Viele Informationen

Die genauen Bestimmungen der Allgemeinverfügung gibt es auf der Homepage des Veterinäramtes (www.lrabb.de/Veterinaerdienst) sowie auf der Homepage des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (https://mlr.baden-wuerttemberg.de/).

Allgemeine Informationen zur Geflügelpest, die aktuelle Risikoeinschätzung, sowie Anleitungen für Biosicherheitsmaßnahmen auch in Kleinsthaltungen finden sich auf der Internetseite des Friedrich-Löffler-Instituts (www.fli.de).