Elisabeth Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein, Vorsitzende des Pinakotheks-Vereins,und Markus Blume (CSU), Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, bei der Präsentation von „Maria als Himmelskönigin“ in der Alten Pinakothek. Foto: dpa/Peter Kneffel

Öffentliche Museen können sich Ankäufe oft nur mit der Unterstützung von Stiftungen leisten. Manchmal geht es um Millionensummen, manchmal nur um Schnelligkeit.

Wenn einem so viel Gutes widerfährt, gerät der Tonfall schnell religiös. Ein „himmlischer Zuwachs für Bayern“, jubilierte im Frühjahr Bayerns Kunstminister Markus Blume, als die Neuerwerbung für die Alte Pinakothek in München der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die Wortwahl passte zum Motiv, es handelt sich um eine Darstellung von „Maria als Himmelskönigin“, im frühen 16. Jahrhundert geschaffen von Dürer-Schüler Hans Baldung, zuletzt in amerikanischem Privatbesitz. Ein kleines Andachtsbild, aber kein Schnäppchen, offiziell ist der Kaufpreis geheim, angeblich wurden fünf Millionen Euro bezahlt. Zu viel für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Hilfe kam nicht aus dem Himmel, sondern von irdischen Förderern: vom Pinakotheks-Verein, vor allem aber von der PeslStiftung und der Ernst von Siemens Kunststiftung.

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