So startet der Imagefilm. Foto: Landkreis Böblingen/Andreas Sporn

Seit elf Jahren gibt es den Sculptoura-Pfad im Kreis Böblingen. Jetzt ist ein atmosphärischer Imagefilm entstanden, der das Natur- und Kunsterlebnis gut einfängt.

Immer wieder rollen Radfahrer durchs Bild, zu Gitarrenklängen schwanken mal die Gräser im Sommerwind, mal fallen herbstlich gefärbte Blätter von den Bäumen – im Zentrum stehen die zahlreichen aparten Kunstwerke, die zwischen Leonberg und Waldenbuch die Scultpoura-Route prägen. Anfang dieser Woche ist der neue Imagefilm zu dem beliebten Landkreis-Kunstpfad vorgestellt worden, der die Atmosphäre und Naturverbundenheit des Skulpturenprojekts gut in Szene setzt.

„Hier kann man seine Gedanken loslassen und einfach mal genießen“, sagt der Künstler Mathias Schweikle im Film, „die Kunstwerke sind für mich wie Perlen an einer Kette.“ Das gigantische Vogelnest von Schweikle – gut zu sehen von der A81 bei Ehningen – wird jahreszeitlich immer wieder neu gestaltet. „Ich bin ein leidenschaftlicher Fahrradfahrer“, erzählt Roland Bernhard im Imagefilm, „ich nütze die Sculptoura mit der Familie immer wieder gerne – man kann jedes Mal etwas Neues entdecken.“ Kurator Günter Baumann betont die Offenheit und Vielfältigkeit des 65 Kilometer langen Kunstpfads.

Knapp neun Minuten lang ist der Imagefilm, der vom Fotografen Andreas Sporn, dem Grafiker Stefan Hipp und dem Filmemacher Jakob Guntermann produziert wurde. Sporn begleitet von Beginn an die Sculptoura und liefert regelmäßig atmosphärisch dichte Bilder von den etwa 100 Plastiken, die am Wegesrand aufgestellt sind. Wie die Kunstwerke die Umgebung bereichern und die Sculptoura zu einem eindrücklichen Naturerlebnis machen, zeigt der Streifen in ästhetisch hochwertigen Aufnahmen. Welch Zeitaufwand hinter der Produktion steckt, zeigt allein die Tatsache, dass der Kunstpfad zu verschiedenen Tageszeiten und zu allen vier Jahreszeiten gezeigt wird.

Die Sculptoura wurde im Sommer 2014 eröffnet und war ursprünglich nur für ein Jahr angedacht. Doch das Projekt kam so gut an, dass der Landkreis eine sich immer wieder wandelnde Dauerausstellung daraus machte. Anfangs reichte sie von Waldenbuch bis Dätzingen, wurde schnell bis Weil der Stadt verlängert und im vergangenen Jahr bis Leonberg fortgeführt.

Mehr Informationen unter www.schoenbuch-heckengaeu.de im Netz.