Volle Bühne und Zuhörerränge beim Jahreskonzert der Stadtkapelle Böblingen Foto: H. Schmidt

Rund 350 Zuhörer besuchen das Jahreskonzert der Stadtkapelle Böblingen – und werden bestens unterhalten.

Voll wie selten zuvor präsentierte sich die Aula des Albert-Einstein-Gymnasium beim Jahreskonzert der Stadtkapelle Böblingen am ersten Adventssonntagabend. Geschätzte 350 Zuhörerinnen und Zuhörer machten die Veranstalter aus, die ein abwechslungsreiches Programm boten.

Vom Marsch bis zum Weihnachtslied – die Bandbreite der Stile war groß. „Es ist alles dabei, es macht uns großen Spaß“, unterstrich Stadtkapellen-Vorsitzender Fabian Strauch und das merkte man dem Spiel aller Beteiligten an.

Meisterhafte Unterhaltung

„Genau das Richtige zur Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit“, freute sich Stefan Belz. Besonders die „Welcome Overture“, ein Stück, das im Zusammenhang mit der Fußball-WM 2006 und der Begrüßung der saudi-arabischen Mannschaft in Deutschland entstanden ist, hatte es dem Böblinger Oberbürgermeister angetan.

Zurücklehnen, Augen schließen und genießen oder auf den Sitzen mitschwingen hieß es dann in den folgenden gut zwei Stunden. So folgte auf den sportlichen Beginn eine musikalische Reise in den US-Bundesstaat Arkansas, wahlweise „Natural State“ oder „Land of Opportunity“, in einer dreisätzigen Suite meisterlich vertont von Jacob de Haan und ebenso gespielt vom 55-köpfigen Ensemble der Stadtkapelle Böblingen.

Neben den Großen kam auch der Nachwuchs auf die Bühne, um sein Können unter Beweis zu stellen. Das gelang sowohl der Jugendkapelle als auch den Bläser Kids, beide unter Leitung von Martina Dorner, mit Bravour. Nach „Raiders March“, Musik aus dem Film „Indiana Jones“, Samuel R. Hazos und dem begeisternden „Viva la Vida“ der Pop-Rock-Band Coldplay, hatte die Jugendkapelle mit „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ genauso eine weihnachtliche Zugabe parat wie die Bläser Kids nach dem Marsch-Klassiker „American Patrol“ und „Latin Fire“ von John Higgins die „Kling Glöckchen“ erklingen ließen. Dazwischen wurden langjährige aktive Spielerinnen und Spieler sowie Mitglieder geehrt. „Schön, dass ihr dabei seid“, dankte Fabian Straub den Ausgezeichneten.

Eine Zugabe ist nicht genug

Den zweiten Konzert-Teil eröffnete ebenso sportlich wie den ersten John Williams Fanfare „The Olympic Spirit“, komponiert zu den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul/Südkorea. Es gab Auszüge aus dem Musical „Elisabeth“ um die österreichische Kaiserin Sissi, den lebhaften „Panorama-Marsch“ und die Schnellpolka „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauss-Sohn.

Alles so mitreißend dargeboten und mit so viel Applaus quittiert, dass es schon zwei Zugaben sein mussten – der Walzer „Böhmischer Wind“ von Ernst Mosch und „German Christmas“, ein Medley aus drei weltbekannten heimischen Weihnachtsliedern, bevor der kurzweilige Konzertabend endgültig zu Ende ging.