Vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Deutschen Musikautorenpreis der Gema in der Kategorie „Lebenswerk“: Helmut Lachenmann. Foto: Lebrecht Music and Arts Photo

Das SWR-Symphonieorchester feiert in Stuttgart den Komponisten Helmut Lachenmann und bringt dessen „Ausklang“ mit Beethovens 7. Sinfonie zusammen.

Der Jubilar sitzt im Publikum. Doch weil Helmut Lachenmann zwar „der größte Komponist unserer Zeit“ ist, dem Dirigenten aber eine Laudatio untersagt hat, lässt François-Xavier Roth die Musik selbst sprechen. So gibt das SWR-Symphonieorchester die Zugabe gleich zu Beginn. Das ist aber insofern logisch, als Lachenmanns „Marche fatale“ das Modell Marsch mit seinem Pomp- und Kriegs-Kontext hier an seinem eigenen Bumbumm und Tschingedarrassassa ersticken lässt. Streng genommen ist dieses Stück keine Gratulationsmusik. Es sei denn, man verstünde das Hochlebenlassen des Neunzigjährigen als Abschiedsfest, und das wäre schon deshalb schade, weil das Orchester gleich anschließend einen schlagenden Beweis für dessen fortdauernde Energie und Innovationskraft erbringt.

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