Im Sommer 2024 hatte es bei Kik in Böblingen gebrannt. Seitdem war der Textildiscounter geschlossen. Bis jetzt.
Die Baugerüste, die noch immer die Fassade des Gebäudekomplexes neben dem Pulse in der Wolfgang-Brumme-Allee verkleiden, vermitteln zwar nicht den Eindruck, aber die Kik-Filiale an der Ecke zur Uhlandstraße hat wieder geöffnet. Ganz unspektakulär und ohne viel Pomp hat das Geschäft nach gut eineinhalb Jahren Stillstand durch einen Brand wieder aufgemacht. Und ist noch erweitert worden.
Im Sommer 2024 – am Dienstag, 9. Juli – war gegen Mittag ein Feuer in der Filiale ausgebrochen. Im Technikraum des Ladens hatte jemand an der Rolltreppe zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss gearbeitet. Dabei, hieß es damals von der Feuerwehr, seien Gegenstände in Brand geraten. Zu der Zeit waren drei Mitarbeitende sowie fünf Kunden im Laden. Sie konnten den Kik unverletzt verlassen.
Eine Polizistin wurde beim Kik-Brand in Böblingen verletzt
Aus den angrenzenden Büros sowie den Praxis- und Klinikräumen – in dem Gebäude befindet sich unter anderem eine Klinik für zahnärztliche Eingriffe – brachte die Polizei rund 170 Menschen ins Freie. Eine Beamtin verletzte sich dabei leicht. Am Nachmittag war das Feuer gelöscht und das Haus wurde wieder freigegeben.
Seitdem war die Kik-Filiale geschlossen. Weil zeitgleich Neuigkeiten über eine mögliche Schließung von bis zu 400 Läden des Textil-Discounters die Runde machten, kam auch in Böblingen die Frage auf, ob der Markt jemals wieder eröffnen würde. Das Unternehmen hatte sich in der Zwischenzeit bedeckt gehalten und keinen konkreten Termin für eine mögliche Wiedereröffnung kommuniziert.
Kik ist nach seiner Zwangspause wieder am Start – und wurde vergrößert
Jetzt hat der Laden aber doch wieder eröffnet, inmitten der immer noch laufenden Sanierungsarbeiten. Der Vermieter des Gebäudes sei dem Vernehmen nach noch mit der Beseitigung der Brandschäden beschäftigt.
In der Kik-Filiale an der Wolfgang-Brumme-Allee wurde die Schließzeit genutzt, um die Verkaufsräume zu erweitern. Das bestätigt eine Sprecherin des Unternehmens. Statt 1003 können die Kunden des Textilmarkts jetzt auf 1033 Quadratmetern einkaufen.