Eine vermeintliche Straftat in Renningen hatte wohl einen privaten Hintergrund. Foto: Eibner-Pressefoto/Fleig / Eibner-Pressefoto

Eine 33-jährige Joggerin sendet am letzten Maisamstag einen Hilferuf an ihren Freund. Dieser findet sie ohne Bewusstsein am Wegesrand in Renningen. Wie die Polizei jetzt herausgefunden hat, ist der vermeintliche Übergriff eines unbekannten Täters aber wohl nie passiert.

Renningen - Eine 33-jährige Joggerin sendete am Abend des letzten Maisamstags einen Hilferuf an ihren Freund. Dieser fand sie ohne Bewusstsein am Wegesrand in Renningen (wir berichteten). Wie sich jetzt herausstellt, hatte die vermeintliche Straftat in Wahrheit einen privaten Hintergrund.

Der Vorfall hatte die Polizei vor einige Fragen gestellt. Ursprünglich waren die Ermittler davon ausgegangen, dass die Frau von einem unbekannten Täter angegangen wurde, dann aber flüchten konnte. Sie hatte Kratzer und Prellungen davongetragen, auch die Kleidung war verschlissen. Die Beamten hatten vermutet, dass die Frau aufgrund von Anspannung oder auf der Flucht das Bewusstsein verloren hatte. Einen richtigen Reim auf den Vorfall konnte sich die Polizei aber nicht machen, wie Pressesprecher Peter Widenhorn vor gut einer Woche auf Nachfrage erklärte.

Es gab offenbar keine Straftat

Mittlerweile ist der Fall aus Sicht der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg geklärt. Demnach gab es gar keine Straftat. „Die Hintergründe zum berichteten Vorfall sind im privaten Bereich der 33-Jährigen zu suchen“, heißt es in der aus eben diesem Grund auch sehr knapp gehaltenen Nachtragsmeldung der Polizei.

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