Ursula Kreutel: Weissach und Weil der Stadt haben nichts miteinander zu tun. Foto: Simon Granville

Die frühere Weissacher Bürgermeisterin Ursula Kreutel spricht von zwei unterschiedlichen Fällen: „Hatte die offenen Abschlüsse von meinen Vorgängern geerbt.“

Große Bearbeitungsrückstände und fehlende Jahresabschlüsse in der Kämmerei von Weil der Stadt: Da kommen Erinnerungen an Weissach auf, wo über mehrere Jahre keine Jahresabschlüsse gemacht worden sind. Doch die beiden Fälle seien nicht miteinander vergleichbar, betont die frühere Weissacher Bürgermeisterin Ursula Kreutel: „Richtig ist, dass ich die offenen Jahresabschlüsse von meinen Vorgängern geerbt hatte, und im folgenden die weiteren Jahresabschlüsse nicht gefertigt werden konnten.“

Dass die Weissacher Verwaltung damals in Absprache mit dem Gemeinderat versucht habe, die Rückstände aus eigener Kraft aufzuarbeiten, bezeichnet Kreutel in einer Stellungnahme an unsere Zeitung „aus heutiger Sicht als mein Fehler“. Dennoch seien die Vorgänge in Weil der Stadt anders gelagert: „In Weissach gab es keine Rückstände bei den Steuererklärungen. Diverse mögliche öffentliche Zuschüsse wurden beantragt und entsprechend abgerechnet“, betont Kreutel, die mittlerweile für die FDP im Leonberger Gemeinderat sitzt. „Der Gemeinde ging es durchgehend finanziell gut bis sehr gut. Der „Schaden“, der der Gemeinde entstand, „umfasste zum weit überwiegenden Teil die Kosten für den externen Dienstleister“.