Die Lichtfigur Dundu war anlässlich des Stadtjubiläums auf der Festmeile der Stadt Leinfelden-Echterdingen unterwegs. Foto:  

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen wird in diesem Jahr 50 und hat das schon mehrfach ausgiebig gefeiert. Nun stehen die Kosten fest – sie fallen höher aus als geplant.

Im Juni hat die Stadt Leinfelden-Echterdingen ihren 50. Geburtstag mit einem dreitägigen Fest gefeiert. Am Sportpark Goldäcker wurde ein Festzelt aufgebaut. Auf drei Bühnen sowie der Festmeile wurde viel Programm geboten. Sängerin Fola Dada mit der SWR-Bigband ist dort beispielsweise aufgetreten. Mehr als 60 Vereine und Organisationen haben sich präsentiert. Stelzenläufer in den Stadtfarben waren unterwegs, genauso wie die Lichtfigur Dundu. Tausende Besucherinnen und Besuchern kamen.

Hohe Kosten für Sicherheit in Leinfelden-Echterdingen

Nun steht fest, was das 50-Jahr-Jubiläum der Stadt bisher gekostet hat: 658 843 Euro und damit 113 843 Euro mehr, als geplant. Zu den Mehrkosten trägt mit 137 192 Euro das Sicherheitskonzept bei. Eigentlich war dafür nur eine Summe von 52 000 Euro vorgesehen. Die Kommune wollte nach den Angriffen mit Autos auf Menschenmengen in Mannheim, München und Magdeburg auf Nummer sicher gehen, wie Ingrid Krebs, Leiterin des Amts für Schulen, Jugend und Vereine erklärt.

Mit einem Fachmann hatte die Stadt ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Damit kein Fahrzeug ungebremst in die Festmeile fahren kann, wurden zertifizierte Absperrungen und Sperrblöcke für heikle Stellen angemietet. Die Stadt setzte Sicherheitspersonal von privaten Firmen ein.

Kostentreiber für das Stadtjubiläum in Leinfelden-Echterdingen

Die Personalkosten für das Stadtmarketing von 89 000 Euro spielen bei dem Plus auf der Ausgabenseite ebenfalls eine entscheidende Rolle. Und auch der Posten für die Stromversorgung und Elektrik fiel mit 146 438 Euro teurer aus, als zunächst gedacht. „Wir hatten fast keine Infrastruktur – weder auf dem Festplatz noch auf der Festmeile. Wir mussten alle Leitungen legen lassen, brauchten ein riesiges Notstrom-Aggregat“, sagt Krebs. In ihre neue Stadtchronik hat die Kommune aufgrund gestiegener Druckkosten nun 29 500 Euro investiert, erklärt Kulturamtsleiterin Carolina Gleichauf.

Für die künstlerischen Aktionen im Juni wie Bands und Acts im Festzelt und auf der Festmeile musste die Stadt 45 300 Euro ausgegeben. Und damit deutlich weniger, als gedacht. Der Hintergrund: Die Stadt hatte zunächst mit bekannteren und teureren Gruppen wie den Lederhosen-Punks LaBrassBanda, die meist barfuß auf der Bühne stehen, geplant. Der Festakt im Februar in der Filderhalle, bei dem Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu Gast war, hat 66 000 Euro gekostet.