Schon in Feierlaune: Klaus Kohler (links) und Kurt Kaupp – mit Hopfen und Stange Foto: privat

Im nächsten Jahr feiert der Herrenberger Teilort Haslach sein 1250. Ortsjubiläum. Das merkt man dem Ort jetzt schon an.

Im nächsten Jahr feiert der Herrenberger Teilort Haslach sein 1250. Ortsjubiläum. Als erste sichtbare Zeichen des großen Ereignisses stehen an den drei Ortseingängen Hopfenstangen, an denen die ersten Pflanzen mit den kleinen Dolden emporranken. Die Holzmasten haben Klaus Kohler und Kurt Kaupp gesetzt und den Hopfen gepflanzt, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Hopfen war in der Vergangenheit eine wichtige Einnahmequelle der hiesigen Landwirte. Denn auch Haslach gehörte zum Hopfenanbaugebiet Rottenburg-Herrenberg-Weil der Stadt, dem einst drittgrößten in Deutschland nach der Hallertau und Tettnang. Und, so ergänzt Klaus Kohler: „Ohne den Hopfen gäbe es mich wohl nicht.“

Romanze zwischen Hopfen

Seine Eltern hatten sich in Haslach beim Hopfenzopfen kennengelernt – ein Anlass, zu dem auch viele auswärtige Erntehelferinnen in den Flecken kamen. Für das große Jubiläum haben sich die Haslacher gegen einen großen Festumzug mit Bierzelt entschieden. Dafür stehen viele kleinere, aber nicht minder wichtige Veranstaltungen auf dem Programm: Unter anderem ein Festakt im Frühjahr, eine 1250-Jahr-Party für die jüngeren Generationen, mehrere Hocketsen und nicht zuletzt der Dorfkulturtag im Herbst, bei dem die Haslacher und einige Gäste ihre Kreativität unter Beweis stellen und auf dem Dorfplatz, in der Kirche und über einige Höfe in der Ortsmitte verteilt, ein Unterhaltungsprogramm gestalten.

Die 1250-Jahrfeier bezieht sich auf die erste Nennung Haslachs vom 1. November anno 775 im Lorscher Codex. Darin haben die Mönche alle Spenden zugunsten der Abtei verzeichnet. Auch diejenige eines Adligen mit Namen Isenhart. „In Christi Namen, am 1. November im 8. Jahr des Königs Karl, entrichte ich, Isenhart, eine Spende an den heiligen Märtyrer Nazarius“, von dem Reliquien in dem um 764 gegründeten Kloster aufbewahrt wurden.

Die Spende belief sich auf 15 Leibeigene und eine Hube – ein Hof mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von bis zu 50 Morgen. Diese Hube befand sich in „Haselaher marca“, also auf Haslacher Markung.