Beim Aufladen des Smartphones über USB-Ports sollte man Vorsicht walten lassen. Foto: imago images/Panthermedia/nndanko via www.imago-images.de

Wer sein Handy am Flughafen vor dem Abflug laden möchte, sollte sich über die Gefahren bewusst sein: Denn die USB-Ports sind anfällig für Hacker-Angriffe. Tipps fürs sichere Laden.

Stuttgart - Vielen Urlaubern dürfte die Situation bekannt sein: Man wartet am Flughafen auf seinen Flieger und der Akku des Smartphones macht plötzlich schlapp. Mittlerweile gibt es in den Wartebereichen oder den Flugzeugen USB-Ports, um Smartphones zu laden. Das ist allerdings nicht ungefährlich: Denn solche Ladestationen sind beliebte Ziele für Hacker. Das gleiche gilt auch für USB-Ports in Zügen oder an anderen öffentlichen Orten.

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Carsten Dietrich, Sicherheitsexperte der International Business Machines Corporation, erklärt gegenüber dem Portal Travelbook, der Handy-Anschluss, den man an den USB-Port andockt, sei nicht nur zuständig für den Ladeprozess – er ermögliche auch die Übertragung von Daten. Dadurch sei das Handy an solchen Ladestationen sehr anfällig für Hackerangriffe. Laut Dietrich können dabei Schad- oder Spionagesoftware auf das Gerät geladen werden. Außerdem können die Kriminellen auch Zugriff auf sensible Daten erhalten.

So verhindern Sie, dass Ihr Handy gehackt wird

Es gibt einige Wege, wie man sein Smartphone trotzdem sicher am Flughafen laden kann. Laut der Webseite Futurezone kann die Gefahr einfach gebannt werden, indem statt der USB-Ports eine normale Steckdose verwendet wird. Dazu sollte man an ein Ladekabel mit dem entsprechenden Netzteil denken. Außerdem kann man unbedenklich eine Powerbank an die USB-Ports anschließen: Diese lässt sich dann nutzen, um das Handy sicher aufzuladen. Auch über einen Laptop lässt sich der Akkustand des Smartphones gefahrenlos wieder erhöhen.

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Wer trotzdem einen USB-Port nutzen möchte, sollte auf jeden Fall den Zugriff auf Daten beim Ladevorgang verweigern. Dazu erscheint oft eine Anfrage auf dem Smartphone. Zudem lassen sich die Stationen auch mit einem USB-Datenblocker sicher nutzen. Wie Sicherheitsexperte Caleb Barlow von IBM Security System gegenüber Forbes erläutert, handelt es sich dabei um ein Teil, das man an sein Ladekabel knipst. Dieses lässt dann nur die Spannung durch, aber keine Daten.

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