Mit der feierlichen Eröffnung einer neuen Sozial‑Therapeutischen Wohngruppe in der Friedrich‑Fröbel‑Straße setzt die Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten (GWW) ein deutliches Zeichen für innovative und teilhabeorientierte Wohnformen für Menschen mit erhöhtem Hilfebedarf. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Fachverbänden und der regionalen Öffentlichkeit sowie Angehörige folgten der Einladung, um das neue Wohnangebot kennenzulernen.
Die Wohngruppe ist im Landkreis Böblingen in dieser Form einzigartig. Bis zum Frühjahr 2026 werden fünf Bewohnerinnen und Bewohner dort ein neues Zuhause finden, begleitet von einem multiprofessionellen Team. Ergänzend nehmen drei weitere Personen an der tagesstrukturierenden Förderung teil. Ziel ist es, individuelles Wohnen, therapeutische Unterstützung und gemeinschaftliches Leben eng miteinander zu verbinden. In seinem Grußwort betonte Landrat Roland Bernhard, Vorsitzender des Stiftungsrats Campus Mensch, die Bedeutung des Projekts für die regionale Versorgungslandschaft: „Diese Wohngruppe zeigt eindrucksvoll, wie zeitgemäße Unterstützung für Menschen mit hohem Hilfebedarf aussehen kann – nah am Menschen, fachlich fundiert und langfristig gedacht. Damit setzt die GWW Maßstäbe für den gesamten Landkreis.“ Auch Nico Reith, Oberbürgermeister der Stadt Herrenberg, würdigte das Engagement der GWW und die enge Zusammenarbeit mit der Stadt: „Herrenberg ist stolz darauf, Gastgeber für dieses besondere Wohnprojekt zu sein. Die neue Wohngruppe steht für Inklusion, Verantwortung und ein respektvolles Miteinander – Werte, die unsere Stadt mit Überzeugung trägt.“ Gleichzeitig hob Reith hervor, dass soziale Infrastruktur ein zentraler Standortfaktor sei: „Solche Projekte machen eine Kommune nicht nur leistungsfähig, sondern menschlich.“ Bei einem anschließenden Rundgang konnten sich die Gäste selbst ein Bild von den großzügigen Gemeinschaftsflächen, den Rückzugs‑ und Time‑out‑Räumen, der Dachterrasse sowie der Gartenanlage machen. Die Führung gab somit Einblicke in die bauliche und konzeptionelle Umsetzung sowie die funktionalen und zugleich wohnlichen Aspekte des Gebäudes. Für die GWW machte die Geschäftsführerin Britta Bender deutlich, dass das Projekt weit über die Eröffnung hinaus gedacht ist: „Wir haben hier keinen reinen Wohnraum geschaffen, sondern einen Entwicklungsraum. Ein Gebäude, das mehr ist als Beton, Holz und Technik. Es ist ein Ort der Sicherheit und Gemeinschaft. Ein Ort des Respekts. Ein Ort, an dem Menschen ein Zuhause finden und Teilhabe erleben können. Zugleich verwies Bender auf die langfristige Perspektive des Angebots: „Unser Anspruch ist es, Stabilität und Flexibilität zusammenzubringen – für die Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für die Mitarbeitenden.“ Beim gemeinsamen Ausklang mit Snacks und Gesprächen nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Austausch. Dabei wurde deutlich: Die neue Sozial‑Therapeutische Wohngruppe der GWW wird nicht nur ein Zuhause für Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf sein, sondern auch ein Impulsgeber für moderne Wohn‑ und Unterstützungsformen in der Region.
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