Symbolische Schlüsselübergabe in Form eines Tortenanstichs Foto: Köppen

Die evangelische Heimstiftung hat das Pflegeheim Haus Laurentius in Schönaich modernisiert und erweitert. 16 Millionen Euro hat das Projekt insgesamt gekostet.

Draußen schien die Sonne nur zaghaft, drinnen herrschte dafür eitel Sonnenschein bei der Einweihung des renovierten und erweiterten Hauses Laurentius der evangelischen Heimstiftung in Schönaich. In nicht weniger als sieben Wortbeiträgen binnen knapp 90 Minuten wiesen die Rednerinnen und Redner allesamt darauf hin, wie erfolgreich das Projekt abgeschlossen worden und wie glücklich man über Planung und Ausführungsverlauf sei. Bernhard Schneider, der Hauptgeschäftsführer der evangelischen Heimstiftung, betonte dabei vor allen Dingen, dass alle Beteiligten in großer harmonischer Übereinstimmung das Projekt gemeinsam angegangen seien.

Ruhige, aber zentrale Wohnlage

Das Haus Laurentius besteht bereits seit 1992 und wurde jetzt nach neuesten Anforderungen modernisiert und erweitert. Es gibt in ruhiger, aber zentraler Wohnlage 90 Einzelzimmer. Jeweils 15 sind in sogenannten Gruppen zusammengefasst und durch eine Küche mit Aufenthalts- und Wohnbereich verbunden. Von den Balkons hat man einen herrlichen Ausblick in die grüne Umgebung. Man müsse auch als Arbeitgeber attraktiv ein, erläuterte Schneider, folglich sei die Bezahlung mit rund 4000 Euro monatlich durchaus lohnend, und es gebe jetzt 13 Wohnungen für das Personal. Für das gute Betriebsklima spreche, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 15 Nationen unter einem Dach organisiert sind.

Modernisiertes Haus /Stefanie Schlecht

Bürgermeisterin Anna Walter freute sich, dass die Vision der Nachhaltigkeit weitgehend realisiert werden konnte. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in absehbarer Zeit auf knapp sieben Millionen in Deutschland steigen und dafür müssen, so der Tenor, zeitgemäße Ressourcen geschaffen werden. Pfarrerin Annette Denneler segnete das neue Haus mit einem persönlichen Gebet. Sie verglich die Pflegearbeit für die älteren Menschen mit der Aussage der Bergpredigt von Jesus, in der er die großzügige Fürsorge für unsere Nächsten betont.

Moderiert von Alexandra Heizereder skizzierten die Regionaldirektorin der Heimstiftung, Susanne Maier-Koltschak, und Hausdirektor Sascha Keller die zeitgemäßen Charakteristika des Hauses. Dazu zählte die konfliktfreie Weiterführung des Baus während der Coronaphase, aber auch die Verwendung von Sonnenenergie und Wärmepumpen. Die umweltfreundliche Ausführung sorgte auch dafür, dass die Umsetzung der Bauarbeiten nach KfW 55 immerhin mit 700 000 Euro gefördert wurde. Das bedeutet, dass ein energieeffizientes Haus wie das Laurentius nur 55 Prozent des Energieverbrauchs gegenüber einem konventionell gebauten Haus hat. Die gesamten Baukosten lagen bei immerhin 16 Millionen Euro.

Symbolischer Schlüssel auf der Torte

Ein eigener Programmpunkt, wenn auch nur ein sehr kurzer, waren die Stellungnahmen der Freundinnen und Freunde des Hauses Laurentius. Dazu zählen Christa Fischer (Beirat), Bernd Neudeck (Angehörigen- Sprecher) und Carmen Miller (Mitarbeitervertreterin). Wohl dem, der gute Musiker in seinen Stadtmauern beherbergt, so konnte das Jazztrio Schönaich um die Bassistin Judith Goldbach für beschwingte Intermezzi sorgen. Architekt Hermann Denzer übergab am Ende der Zeremonie symbolisch einen Schlüssel in Form einer riesigen Torte.