Die SG H2Ku Herrenberg siegt in der Handball-Oberliga der Frauen torreich gegen den VfL Waiblingen II – und reagiert so auf die jüngste Auswärtsniederlage.
Die Handball-Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg haben auch im zweiten Heimspiel der Saison einen Sieg eingefahren. Gegen den VfL Waiblingen II war das 41:30 (20:13) vollauf verdient. Vor allem die Angriffsleistung war mit dem Spiel aus der Vorwoche nicht zu vergleichen.
Auch wenn man es sich im Lager der Herrenbergerinnen vielleicht nicht eingestehen wollte: Das Harzverbot bei der Niederlage in Dornstetten in der Vorwoche hatte die Mannschaft weit mehr verunsichert als gedacht. Denn mit dem gewohnten Haftmittel in der Hand lief es in der Markweghalle gegen die Waiblinger Bundesligareserve vornehmlich in der Offensive wie am Schnürchen. Angedeutet hatte sich das bereits in den ersten Minuten, als die Kuties ihre Gegnerinnen bis zum 6:2 nach fünf Minuten förmlich überrannten.
Die Gäste begannen nun auch, am Spiel teilzunehmen. Beim 8:5 sah es kurzzeitig danach aus, als ob sie in der Lage wären, zu den Gastgeberinnen aufzuschließen. Mit einem Zwischenspurt, den die routinierte Katrin Schröder zum 13:7 abschloss, sorgte die SG H2Ku allerdings schnell wieder für klare Verhältnisse. Zur Halbzeit war die Partie mit dem 20:13 zumindest schon vorentschieden.
Sofia Brand und Co. treffen regelmäßig
In die zweite Spielhälfte kamen die Gäste diesmal weitaus besser hinein. Es war eine Phase, in der die Herrenberger Abwehr hier und da einige Lücken zu viel offenbarte. „Waiblingen hat über die ganze Zeit viel Moral bewiesen“, musste auch Heiko Fleisch anerkennen.
Das Urteil des Herrenberger Trainers sagt damit aber auch aus, wie gut seine eigene Mannschaft agierte. Nach vierzig Minuten und dem Waiblinger Anschluss zum 25:20 fing sich auch die Abwehr zu gewohnter Stärke. Und im Angriff gab es ohnehin keinen Abriss. Auch wenn die Gäste auf einigen Positionen körperlich überlegen waren, störte das die H2Ku-Frauen nur wenig. Immer wieder nutzten Sofia Brand, Shana Stäudle, Sandra Kußmaul oder Stefanie Schoeneberg jede sich bietende Lücke.
Zum Beginn der Schlussviertelstunde waren die Fronten beim 31:23 endgültig geklärt. Für Fleisch war das jedoch noch lange kein Grund, kein Tempo mehr zu fordern. Seine Spielerinnen hatten wohl ihre Freude daran. In der Schlussphase konnte die Waiblinger Abwehr fast gar nicht mehr dagegen halten. Die Gastgeberinnen marschierten praktisch ohne Gegenwehr durch die gegnerischen Reihen. Den Höhepunkt bildete dabei das Tor von Nadine Schäberle in doppelter Unterzahl zum 39:28.
Fleisch freute sich besonders über die Moral seiner Mannschaft. „Das war heute die richtige Reaktion. Ich bin rundum zufrieden“, sagte der Trainer und fügte danach noch lächelnd hinzu: „Ich weiß gar nicht, wo die vielen Gegentore herkamen.“
SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (9/davon 2 Siebenmeter), Schäberle (3), Kappus (1), Stäudle (6), Kußmaul (7), Schmidt (2), Seidel (1), Schweizer (1), Venth (1), Brand (9), Schröder (1).