Dass der Junior-Cup im Sindelfinger Glaspalast ein Sprungbrett für internationale Fußballkarrieren sein kann, wurde nicht nur einmal betont. Insgesamt brachte das Turnier 143 Nationalspieler hervor – Tendenz: steigend.
Es ist immer wieder eine spannende Frage beim Mercedes-Benz Junior-Cup, der am Wochenende zum 31. Mal im Sindelfinger Glaspalast stattfindet: Wie viele Teilnehmer schaffen nach dem Turnier den Sprung in die Nationalmannschaft?
In der zweijährigen Corona-Pause hat sich in dieser Liste einiges getan. Bestes Beispiel: Christian Günter vom SC Freiburg, der 2011 und 2012 in Sindelfingen teilgenommen hat, wurde in den vergangenen 24 Monaten sieben Mal ins DFB-Team berufen und erhöht die Anzahl der deutschen Nationalspieler auf 29. Rekordhalter dabei bleibt Manuel Neuer mit 113 Partien.
Insgesamt stehen in dieser Liste 143 Nationalspieler aus 48 Nationen. Selbst Brasilien ist jetzt mit Andres Pereira vertreten, der mit Manchester United in Sindelfingen am Start war und ein Länderspiel aufzuweisen hat. Auch England ist jetzt mit zwei Nationalspielern vertreten, nämlich Marcus Rashford und Dean Henderson. Aus Österreich sind es mittlerweile sogar acht. Aber in der Zusammenstellung stehen auch exotische Fußball-Nationen wie Montserrat, Komoren, Nordkorea oder Guadeloupe.
Interessant erscheint auch der Werdegang von Andrej Kramaric. Der 31-jährige kam mit Dinamo Zagreb zum Junior-Cup und spielt längst in Hoffenheim – nicht so weit entfernt vom Glaspalast. Und er hat 81 Länderspiele für Kroatien absolviert. Neben Deutschland ist die Schweiz die größte Nation mit zwölf Auswahlspielern, die mal auf dem Kunstrasen des Glaspalastes kickten.
Bei der jüngsten Weltmeisterschaft in Katar hätten Junior-Cup-Teilnehmer ein eigenes Team inklusive Auswechselspielern stellen können. Denn insgesamt waren 14 Nationalspieler vertreten, die man schon in Sindelfingen beobachten konnte: Sechs aus Deutschland (Neuer, Kimmich, Sané, Günter, Trapp, Kehrer), drei aus der Schweiz (Yann Sommer, Gregor Kobel, Fabian Frei) und jeweils einer aus Australien (Jackson Irvine), England (Marcus Rashford), Kroatien (Andrej Kramaric), Polen (Przemyslaw Frankowski) sowie Tunesien (Hannibal Mejbri).
Deutsche Nationalspieler, die einst beim Junior-Cup dabei waren
29 Namen
Manuel Neuer (113 Länderspiele), Mesut Özil (92), Sami Khedira (77), Joshua Kimmich (70), Kevin Kuranyi (52), Leroy Sané (47), Benedikt Höwedes (44), Tim Borowski (33), Carsten Jancker (33), Sebastian Rudy (29), Simon Rolfes (26), Thilo Kehrer (22), David Odonkor (16), Lars Ricken (16), Marcel Schmelzer (16), Max Kruse (14), Serdar Tasci (14), Christoph Kramer (12), Alexander Zickler (12), Timo Hildebrand (7), Kevin Trapp (6), Christian Günter (6), Christian Gentner (5), Benjamin Lauth (5), Christian Schulz (4), Marvin Compper (3), Aaron Hunt (3), Tobias Weis (1), Marco Reich (1).