Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten haben Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Unterrieden in Sindelfingen-Maichingen Auszeichnungen erhalten.
Einige Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Unterrieden in Sindelfingen haben beim renommierten Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten Preise auf Landesebene gewonnen. Bundesweit beteiligten sich rund 6700 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt etwa 2300 Beiträgen zum Thema „Bis hierhin und nicht weiter?! Grenzen in der Geschichte“.
Mathilda Alm (J1) überzeugte die Jury mit ihrer Arbeit „Neue und alte Grenzen – Wie die Mediatisierung diverse Grenzen in der Freien Reichsstadt Weil der Stadt veränderte“ und wurde Landessiegerin. Sie untersuchte, wie politische, juristische, religiöse und soziale Grenzen durch die Mediatisierung Anfang des 19. Jahrhunderts in Weil der Stadt verschoben oder aufgelöst wurden – und welche tiefgreifenden Auswirkungen dies auf das Selbstverständnis der Stadtbewohner hatte. „Ich kann jedem, der am Geschichtswettbewerb mitmachen möchte, empfehlen, den Zeitaufwand nicht zu unterschätzen“, sagte die Landessiegerin, „es wird Momente geben, wo es anstrengend und frustrierend ist, aber schlussendlich gibt es kaum ein besseres Gefühl als seine eigene Arbeit in den Händen zu halten und zu wissen, dass man das alles selber gemacht hat.“
Arbeit zu Nord- und Südkorea
Einen Förderpreis erhielt Seohyun Kim (J2) mit ihrem Thema „Demarkationslinie der Herzen – Die unsichtbare Grenze der Propaganda in Südkorea“. Sie analysierte, wie südkoreanische Antikommunismus-Propaganda nach dem Koreakrieg über Generationen hinweg eine unsichtbare emotionale Grenze zwischen Nord- und Südkorea errichteten.
Zudem untersuchten David Seidel und Aditya Prajesh (Klasse 9), wie der Daimler-Motor den Gütertransport revolutionierte, Reichweiten und Geschwindigkeit massiv erhöhte und so globale Handelsstrukturen nachhaltig veränderte. Frida Luise Hertel und Kaylee Nill (Klasse 7) analysierten in ihrem Podcast für die ganze Familie „Geschlechtergrenzen über zeitliche Grenzen hinaus: Unterschiede einer adligen und nichtadligen Frau im Mittelalter und in der Neuzeit“.
Alle Landessiegerinnen und Landessieger haben nun die Chance, in der Bundesrunde einen der 50 Bundespreise zu gewinnen. Die Preisverleihung mit dem Bundespräsidenten findet im November 2025 in Berlin statt.