Wegen Arbeiten im Gehölz an der Burgsteige kommt es in Herrenberg zu Behinderungen. Foto: picture alliance/dpa

In Herrenberg wird die Burgsteige für voraussichtlich eine Woche gesperrt. Der Grund sind knifflige Arbeiten.

Von diesem Montag, 10. November an, setzt die Stadt Herrenberg umfangreiche Baumfäll- und Pflegearbeiten an der Burgsteige um. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, soll dadurch die Verkehrssicherheit in dem steilen Hangbereich unterhalb des Schlossbergs dauerhaft gewährleist werden. Die Maßnahme dauert voraussichtlich eine Woche. Während dieser Zeit ist die Burgsteige vollständig gesperrt.

Wie die Verwaltung weiter mitteilt, ist der Baumbestand in dem betroffenen Abschnitt stark geschädigt und die Verkehrssicherheit dadurch beeinträchtigt– insbesondere durch Pilzbefall, intensive Niederschläge, Wildschweinaktivität und die Hanglage. Viele der alten Bäume seien schräg gewachsen, ihre Wurzeln verlieren zunehmend Halt. Bereits in der Vergangenheit sei es zu mehreren plötzlichen Baumstürzen – teils auch ohne vorher erkennbare Schäden.

Gefährliche Bäume kommen raus

„Wir stehen vor einer schwierigen Abwägung“, wird Klaus Lüth vom Amt für Technik und Grün in der Pressemitteilung zitiert. „Die Bäume stabilisieren mit ihren Wurzeln den Hang – gleichzeitig stellen sie durch ihre Instabilität eine konkrete Gefahr dar.“ Ziel der Maßnahme ist es, akut gefährliche Bäume zu entnehmen und gleichzeitig gesunde Bäume durch gezielte Pflege langfristig zu erhalten.

Die Arbeiten werden von einer spezialisierten Fachfirma durchgeführt. Neben Baumfällungen sind Totholzentfernung, Pflegeschnitte und Efeubeseitigung vorgesehen. Da das Gelände schwer zugänglich ist, kommen laut Lüth unter anderem Seilwinden, Spezialbagger und Seilklettertechnik zum Einsatz.

Einschränkungen sind wahrscheinlich

Während der Arbeiten ist die Burgsteige für den gesamten Verkehr voll gesperrt. Die Stadt Herrenberg bittet um Verständnis für mögliche Einschränkungen. Die Maßnahme diene dem langfristigen Ziel, einen stabilen Hang und einen gesunden Baumbestand zu sichern. Sollte es der der Arbeitsfortschritt es zulassen, werde die Sperrung vorzeitig aufgehoben. In der Zukunft, heißt es in der Pressemitteilung, soll sich die Natur in diesem sensiblen Bereich wieder weitgehend selbst regulieren können – auf einer sicheren Grundlage.