Klaus Zehelein mit seiner Ko-Intendantin Pamela Rosenberg in den 1990er Jahren vor dem Opernhaus in Stuttgart Foto: Verlag/Archiv Opernwelt

Klaus Zehelein, Stuttgarter Opernintendant von 1991 bis 2006, hat seine Autobiografie vorgelegt. Das Buch ist auch eine starke Analyse von Theater- und Zeitgeschichte.

Bei Luigi Nono brauchte es Überzeugungsarbeit. Der Komponist war keineswegs erbaut von der Idee, seine Oper „Al gran sole carico d’amore“ auf konträrem Inszenierungskurs zu Juri Ljubimovs Mailänder Uraufführungsregie nach Frankfurt zu lotsen. Ein Fall für den Chefdramaturgen Klaus Zehelein. Nach dreistündigem Intensivdialog war Jürgen Flimms Neuinszenierung gerettet, und Nono verkündete: „Klaus kennt das Stück besser als ich.“ „Das stimmte natürlich nicht“, kommentiert Zehelein in seiner jüngst erschienenen Autobiografie. Man darf darin eine höfliche Lüge sehen.

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