Zwischen dem Böblinger Freibad und der Kletterhalle Roccadion soll eine Dirtbike-Anlage entstehen. Foto: Stefanie Schlecht

Böblingen entwickelt die Sport- und Freizeitflächen in der Friedrich-Gerstlacher-Straße weiter. Die Planung umfasst auch einen Dirtpark für die jüngere Klientel.

Einstimmig votierte der Böblinger Ausschuss für Technik, Umwelt und Straßenverkehr am Mittwochabend für die Weiterentwicklung der Sport- und Freizeitflächen in der Friedrich-Gerstlacher-Straße östlich des Roccadions. In einem ersten Schritt wird die Stadtverwaltung damit beauftragt, die Calisthenics-Anlage und den Multicourt auf dem Freibadgelände auch für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Cool, tolle Vorlage“, lobte nicht nur Ralf Sklarski von den Freien Wählern die vorgestellten Planungen.

Eine Dirtbike-Anlage für die Jungen

Auch im Jugendgemeinderat, der schon länger „einen Platz zum Lautsein“ sucht, wurde der Entwurf sehr positiv aufgenommen. Vor allem, weil deren langjähriger Wunsch, die bestehende Skateanlage im Baumoval um ein Angebot für erfahrene Nutzer zu ergänzen, aufgrund hoher notwendiger Lärmschutzmaßnahmen nicht umgesetzt werden konnte, scheint mit dem Standort östlich des Raccadions der ideale Platz gefunden. Nachdem der Jugendgemeinderat im Frühjahr seinen Antrag zum Bau einer neuen Skateanlage zurückgenommen hat, da in den letzten Jahren bereits entsprechende Anlagen im nahen Umfeld wie Sindelfingen oder Ehningen errichtet wurden, sollen nun auf der geplanten Freizeitsportfläche angrenzend zur Friedrich-Gerstlacher-Straße verschiedene andere attraktive Angebote für junge Erwachsene entstehen. So wäre eine Dirtbike-Anlage mit einem ergänzenden Pumptrack für jüngere Nutzer ein Angebot, das es so in der näheren Umgebung noch nicht gibt.

Ein solcher Dirtbike-Park ist die Erweiterung eines klassischen Pumptracks. Modellierte Sprünge, Wellen und Kurven bieten Anfängern und Fortgeschrittenen gleichermaßen die Möglichkeit, Technik und Sprungkünste zu trainieren. Abgerundet werden könnte das Konzept durch einen modernen „Chill-Bereich“ mit Grillmöglichkeiten, Unterständen und Sitzgelegenheiten. So entstünde ein vielseitiger Treffpunkt, der Sport, Spaß und Gemeinschaft auf ansprechende Weise verbindet.

Lob aus allen Fraktionen

Die positive Bewertung der vorgestellten Planungen, für deren Weiterverfolgung zunächst 75 000 Euro im Haushalt 2026 eingestellt sind, zog sich quer durch alle Fraktionen. „Eine gute Stelle für die Erweiterung des Sportangebotes“, sagte für die CDU Thorsten Breitfeld. Und brachte en passant auch noch die Idee eines gemeinsamen Sportpfades mit Sindelfingen auf dem neuen Deckel der A 81 ins Spiel. „Einfach der Hammer“, ergänzte Ralf Sklaski. „Gut, dass es so schnell angenommen wurde“, freute sich Enzo Gaeta für die SPD. „Wunderbar“, erklärte Dorothea Bauer (Bündnis 90/Die Grünen“, mit Blick auf die anvisierte Zugänglichkeit der Calisthenics-Anlage auch für Nicht-Freibad-Besucher. Lediglich die Einbindung der SVB, in der Nähe derer Sportanlagen am Silberweg die neuen Freizeitflächen entstehen sollen, wurde von Frank Schliek (CDU) kritisch angemahnt.

Kostenschätzungen für die weiteren Planungen und vor allem deren Umsetzung werden dem Gremium in späteren Sitzungsvorlagen vorgelegt. Und auch eine konkrete Zeitschiene, wann die neuen Angebote auf der gut 4000 Quadratmeter messenden Sport- und Freizeitfläche an der Friedrich-Gerstlacher-Straße gebaut und ihrer Nutzung übergeben werden könnten, gibt es bis dato noch nicht.