Präsentation des Zertifikats im Backhaus Foto: Landratsamt

Dank der Förderung durch das LEADER-Heckengäu-Programm konnten im Deckenpfronner Backhaus zwei Elektroöfen installiert werden.

Das Deckenpfronner Backhaus ist 124 Jahre alt und wurde bisher mit zwei großen Holzbacköfen betrieben. „Die Anzahl der Nutzer ging zuletzt stetig zurück“, berichtet das Landratsamt in einer Pressemitteilung, „unter anderem, weil die nötigen Büschele, das sogenannte Backreisig zum Betrieb der Öfen, von potenziellen Backinteressenten immer weniger bereitgestellt werden kann.“ Deshalb wurde mit Förderung durch das Programm „LEADER Heckengäu“ einer der beiden Holzbacköfen nun entfernt und durch zwei übereinander angebrachte, moderne Elektroöfen ersetzt.

Die Projektkosten betrugen rund 40 000 Euro, etwa die Hälfte davon waren Fördermittel. Die damit einhergehende Modernisierung des Backhauses sei ein schönes Beispiel für ein LEADER-Projekt, betonte Barbara Smith. „Das Programm wird greifbarer, wenn man sieht, was mit den Geldern konkret gefördert wird“, so die Geschäftsführerin von LEADER Heckengäu.

Dörfliche Kultur erhalten

Wenn so das Backhaus erhalten wird und die Nutzerzahlen möglichst noch steigern, könne dörfliche Kultur erhalten und die Tradition fortgeführt werden. „Die Nutzung des Backhauses erfolgt wahlweise in einem größeren Miteinander von Familien, Vereinen oder anderen Gruppen; zudem ist das Backhaus häufig Mittelpunkt dörflicher Veranstaltungen“, erklärt der Deckenpfronner Bürgermeister Dennis Mews. Wie das funktioniert, habe zuletzt erst der Weihnachtsmarkt gezeigt, als erstmals der örtliche Sportverein mithilfe der Öfen den ganzen Tag Pizza gebackt hatte – sehr zur Freude der Weihnachtsmarkt-Gäste.

LEADER ist ein Förderprojekt der Europäischen Union und steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ (Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Kurz gesagt geht es um die Stärkung des ländlichen Raums. Bis 31. Januar 2026 können wieder Ideen für Kleinprojekte eingereicht werden; insgesamt stehen im Heckengäu für das Jahr 2026 Fördermittel in Höhe von rund 170 000 Euro zur Verfügung. Förderfähig sind im Rahmen dieses Regionalbudgets ausschließlich sogenannte Kleinprojekte, deren Nettokosten 20 000 Euro nicht übersteigen. Inhaltlich sollten sie den Themen Dorfentwicklung, Infrastrukturmaßnahmen oder der Unterstützung lokaler Einrichtungen zuzuordnen sein.

Mehr Informationen unter www.leader-heckengaeu.de im Internet.