Daniela Bundschuh eröffnet Spielzeugbibliothek mit Herz und Haltung
Neugierige Blicke begleiteten den Einzug von Daniela Bundschuh in ihre neue berufliche Wirkungsstätte im ehemaligen i-Punkt, Marktplatz 3. Die studierte BWLerin hat nach zwölf Jahren im Marketing- und Projektleitungsbereich bei Mercedes den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Die größten Unterstützerinnen ihrer Idee sind mit großer Sicherheit die kleinsten Mitglieder der Familie Bundschuh: ihre beiden Töchter im Alter von drei und fünf Jahren.
Die Idee einer Spielzeugbibliothek brachte Daniela Bundschuh aus Australien mit. Während eines dreimonatigen Aufenthalts in Perth lernte sie dort das Konzept der sogenannten „Toy Libraries“ kennen. Für ihre Töchter war dieses Angebot eine willkommene Alternative. „Und ich fand die Idee großartig - simple, charmant und so perfekt passend für den Familienalltag mit kleinen Kindern.“, erzählt die 38-jährige Mutter.
In ihrer zweiten Elternzeit absolvierte sie zudem einen Masterabschluss im Nachhaltigen Management. Der Wunsch, sich von langen, abstrakten Steuerungsprozessen zu lösen, wuchs – ebenso wie der Wunsch, Sinn, Nachhaltigkeit und eigenes Handeln stärker miteinander zu verbinden. Mit der Spielzeugbibliothek kann Daniela Bundschuh nun ihre fachlichen Kompetenzen, persönlichen Werte und Ideale vereinen.
„Australien ist sehr familienfreundlich“, erinnert sie sich. In den Toy Libraries habe stets eine offene, positive Atmosphäre geherrscht. Dieses Gefühl möchte sie nun auch hier weitergeben. Kinder dürfen sich die Spielzeuge selbst aussuchen. Zum Angebot gehören unter anderem hochwertige Holzspielzeuge, Murmelbahnen, verschiedene Fahrzeuge sowie viel zum Bauen, Bewegen und für ein kreatives Rollenspiel.
Dabei geht es der frischgebackenen Existenzgründerin um weit mehr als nachhaltigen Konsum. Sie möchte sogenannte „dritte Räume“ schaffen – Orte, an denen sich Menschen niederschwellig begegnen können. Dazu zählen auch besondere Angebote wie z.B. regelmäßige „stille Öffnungszeiten“. In diesen Zeitfenstern werden Reize wie Musik, Durchsagen oder grelles Licht bewusstreduziert, um Menschen mit sensorischen Besonderheiten und neurodivergenten Bedürfnissen, etwa Autismus oder unsichtbaren Behinderungen eine entspannte Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen.
Weitere Infos:
Die Spielzeugbibliothek öffnet erstmals am Samstag, 10. Januar, um 10 Uhr. Und dann immer Donnerstag 10.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr sowie Samstag 10.00 - 12.00 Uhr.
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