Sasha (rechts) spielte im März in der Barclaycard Arena in Hamburg coronakonform für eine Person aus einem anderen Haushalt. Auch für dieses „Fame Forest-Lagerfeuerkonzert“ wurde ein Baum im Ruhmeswald gepflanzt. Foto: dpa/Georg Wendt

Im „Fame Forest“ wird für jeden Star, der in der Hamburger Barclaycard-Arena auftritt, ein Baum gepflanzt. Auch in der Coronapandemie wächst der Ruhmeswald weiter.

Hamburg - Hollywood hat einen „Walk of Fame“, ein Stück Gehweg in Los Angeles, auf dem sich US-Promis verewigen dürfen. Hamburg hat den „Fame Forest“. Für jeden Star, der in der Hamburger Barclaycard-Arena auftritt, wird ein Baum gepflanzt. Ob Musiker Sasha, Star-DJ David Guetta, die Band Silbermond oder Jazz-Sänger Michael Bublé: alle haben mit ihrem Auftritt dazu beigetragen, dass der Ruhmeswald immer größer wird. Seit Herbst 2019 pflanzen die Arena und die Initiative „Das Geld hängt an den Bäumen“ für jede Veranstaltung dort einen Baum.

Wildbuchen, Stieleichen, Apfelbäume, Holundersträucher oder Wildblumenwiesen: Auf dem 2,5 Hektar großen Brunnenschutz-Gebiet des Wasserversorgers Hamburg Wasser im Stadtteil Schnelsen stehen mittlerweile 1500 Bäume und Sträucher, wie Initiator Jan Schierhorn gezählt hat. Dass es trotz der mehr als einjährigen Corona-Zwangspause für die Barclaycard-Arena nach so kurzer Zeit schon so viele sind, liegt daran, dass unabhängig von den Absagen weitergepflanzt wurde: Jeder Star bekam seinen Baum, als hätte die Show oder das Konzert stattgefunden. „Naturschutz kennt kein Corona“, sagte Arena-Chef Steve Schwenkglenks dazu.

Langsam wird der Platz im Wald knapp

Zudem hat der benachbarte Golfclub 1300 Bäume und Sträucher auf dem ineinander übergehenden Gelände spendiert. „Auf dem Gelände wird der Platz langsam knapp. Aber 100 Künstler-Bäume können wir noch vertragen“, so Schierhorn. Derzeit seien die Arena und er bereits auf der Suche nach einem Grundstück für den nächsten Fame Forest. Genau gezählt wäre das dann der dritte Fame Forest. Comedian Atze Schröder war so begeistert von der Idee, dass er 2020 mal eben einen zweiten Wald im schleswig-holsteinischen Neversdorf mit einer Spende von 10 000 Bäumen füllte.

Die Barclaycard-Arena will weitgehend CO2-neutral wirtschaften und setzt deshalb neben einer Regenwasseraufbereitungsanlage, Ökostrom und stromsparender Beleuchtung auf die Bäume. „Umweltschutz mit Diskokugel“, nennt Schierhorn das gern. Seine Hoffnung ist, dass die Idee mit dem Betreiber der Arena, der Anschutz Entertainment Group, um die Welt geht.

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