Der türkische Präsident Erdogan verliert bei seinen Wählern an Glaubwürdigkeit. Foto: dpa/Burhan Ozbilici

Der türkische Präsident verspielt gerade sein wichtigstes politisches Kapital: seine Glaubwürdigkeit, kommentiert Susanne Güsten.

Istanbul - Recep Tayyip Erdogan hat sich im Laufe seiner langen Karriere schon häufiger aus gefährlichen Zwangslagen befreit. Als politischer Entfesselungskünstler mit einem sicheren Gefühl für die Stimmung der Wähler fand er stets einen Ausweg. Seine derzeitigen Schwierigkeiten – Wirtschaftskrise und Mafiaskandal – sind allerdings anders als vorherige Krisen. Zum einen hat Erdogan alle potenziellen politischen Verbündeten von den Kurden über die europafreundlichen Reformer bis zu den bürgerlichen Nationalisten in den vergangenen Jahren vor den Kopf gestoßen. Deshalb ist er inzwischen an seinen derzeitigen Partner, die rechtsnationalistische Partei MHP, gefesselt. Zum anderen ist ihm der Rückweg zur Reformpolitik verbaut: Reformen würden seine Macht beschneiden, was er nicht hinnehmen will.

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