Niedrige Decke und gute alte Holztische: Kanne-Chefin Uschi Russell mit ihrem Vater Helmut Hahn († 2019), dem langjährigen Wirt der Gaststube. Foto: /Simone Ruchay-Chiodi

Die „Kanne“ gibt es seit 1872 in Böblingen. Das Wirtshaus in der Schafgasse ist die letzte Anlaufstelle in der Stadt, wo der schwäbisch-rustikale Charme aus dem 19. Jahrhundert noch zu erleben ist. Nicht nur in den Kochtöpfen.

Vor 150 Jahren hat der Schuhmacher Johann Walker eine Idee, von der bis heute viele Menschen in Böblingen profitieren. In seinem Haus an der Schafgasse möchte er eine kleine Schankstube einrichten. Die Obrigkeit im noch jungen Deutschen Reich hat nichts gegen den Plan des Handwerkers: Am 27. April 1872 gibt’s vom Königlichen Oberamt eine Schankerlaubnis für Bier, Most, Wein und später auch Branntwein. Die Kanne war geboren und Böblingen um die Lokalität reicher, die das längste Durchhaltevermögen aller Wirtshäuser in der Stadt an den Tag legte. Auch 150 Jahre nachdem Johann Walker das erste Bier gezapft hat, bietet die Kanne nahezu unverändertes Gaststätten-Flair in Böblingen.

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