Fast wie in echt: Monika Hirschle als Miss Sophie und Andreas Klaue als Butler James in ­„Dinner for one – Wie alles begann“ Foto: Schauspielbühnen/mund

The same procedure as every year? Von wegen! „Dinner for one – Wie alles begann“ erzählt in der Stuttgarter Komödie im Marquardt eine launige schwäbische Version des beliebten Silvestersketches.

Stuttgart - Es ist so wie immer. Oder? Mit abgespreiztem rechtem Zeigefinger schreitet James, der Butler, im Uhrzeigersinn um den Tisch, in der Linken erst Sherry, dann Weißwein, Champagner und schließlich, hicks, noch ein klissekleins bss...chn Portwein. Seine Armbewegungen werden fahriger, die Kreise um die Tafel immer weiter. Schließlich möchte Miss Sophie ihren 90. Geburtstag nicht alleine feiern, und so muss der arme James die leider bereits verstorbenen Freunde früherer Tage nicht nur sprechen und spielen, sondern auch noch ihre Gläser leeren. Ein erschöpfter Seufzer: „I think I retire“ („Ich denke, ich ziehe mich zurück“). Huch? „Des isch mei Text!“, zischt Miss Sophie den Butler an. Da ist plötzlich nichts mehr wie immer. Da sind die beiden Schauspieler doch noch aus ihren Rollen gefallen, weil sie eben nicht Freddie Frinton und May Warden sind, sondern bloß „Elvira und Klaus, das spritzige Ulk-Duo“. Und weil die Reibung zwischen dem weltweit meistgesendeten Fernsehfilm und seiner theatralischen Umsetzung in tiefster Provinz einen wundervollen Komödienstoff abgibt, nennt sich der Abend in der Komödie im Marquardt eben nicht nur „Dinner for one“ sondern setzt ein „Wie alles begann“ dahinter.

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