Die Inszenierung des DAT-Theaters im Städtischen Feierraum läuft seit Anfang November. Foto: /Stefanie Schlecht

Noch bis kurz vor Weihnachten spielt das Böblinger DAT-Theater „Anne auf Green Gables“. Das Lise-Meitner-Gymnasium klinkt sich für eine gemeinsame Spendenaktion ein.

Auf dem Hof „Green Gables“ in einem verschlafenen Nest haben die ältlichen Geschwister Marilla und Matthew Cuthbert beschlossen, einen Waisenjungen zu sich zu nehmen, der sie unterstützen kann. Doch dann steht anstatt dieses Jungen plötzlich Anne am Bahnhof, ein dünnes Mädchen mit roten Zöpfen. Obwohl sie zunächst keinen Fettnapf auslässt, findet Anne schließlich ihren ganz eigenen Weg, bringt neuen Wind in das Leben des kleinen Ortes und rettet sogar ihre erwachsene Freundin.

„Anne auf Green Gables“ ist ein Klassiker der Weltliteratur, den sich die Theatergruppe der Böblinger Musik- und Kunstschule vorgenommen hat. Seit Anfang November und bis Weihnachten spielen DAT-Ensemble und Theater-Teen-Club eine neu entwickelte Fassung unter der Regie von Prisca Maier-Nieden und Tobias Ballnus.

Nun hat sich das Böblinger Lise-Meitner-Gymnasium (LMG) in die Produktion eingeklinkt und startete gemeinsam mit dem DAT-Theater an den kommenden zwei Advents-Samstagen eine Spendenaktion für ein Schulprojekt im Kongo, das das LMG bereits seit genau zehn Jahren begleitet. Am Samstag, 9. Dezember, und am Samstag, 16. Dezember, werden die Schülerinnen und Schüler nach der Aufführung über das Projekt informieren und um Spenden bitten.

Im Dezember 2013 hatte die Schülerschaft unter mehreren Vorschlägen die Ecole de Rumangabo in der Demokratischen Republik Kongo als Partnerschule gewählt. In der durch Bürgerkriege und Unruhen geplagten Region wird elternlosen Kindern dadurch der Schulbesuch mit den Spenden ermöglicht, die das LMG am jährlichen Weihnachtsbasar und zu anderen Anlässen sammelt. Außerdem wird in der Ecole de Rumangabo auch Kindern von Rangern, die einen benachbarten Wildpark schützen, der Schulbesuch finanziert.

In der DAT-Produktion „Anne auf Green Gables“, die im Moment im städtischen Feierraum zu sehen ist, geht es unter anderem ebenfalls um benachteilige Kinder und soziale Unterschiede. „So war der Schulbesuch früher auch hierzulande sowie in Kanada, wo die Geschichte um das rothaarigen Waisenmädchen Anne von Lucy Maud Montgomery spielt, nicht für alle Kinder selbstverständlich“, erläutert die Regisseurin und Kunstschulleiterin Prisca Maier-Nieden.

„Anne auf Green Gables“

Theater
 Die DAT- Produktion läuft im städtischen Feierraum, Pestalozzistraße 9, in Böblingen und wird empfohlen ab acht Jahren.

Termine
Die letzten sechs Aufführungen finden am 8., 9., 10., 15., 16. und 22. Dezember (freitags 19 Uhr, samstags 18 Uhr, sonntags 16 Uhr) statt. Mehr Informationen unter kunstschule-boeblingen.de im Netz.