Es sah idyllisch aus, war aber oft die pure Qual: Kinderkuren in der Nachkriegszeit. Foto: © Norddeutscher Rundfunk

In so genannten Erholungsheimen haben Kinder jahrzehntelang teils Grausames erlebt. Tun Politik und ehemalige Träger genug für die Aufarbeitung?

Stuttgart/Dortmund - Was Bärbel Porzelt über das Schicksal der Verschickungskinder in unserer Zeitung las, weckte bei der 65-Jährigen Erinnerungen. Lange vergessene Bilder aus ihrer Kur als Siebenjährige im Kindererholungsheim Maierhof in Halbmeil im Schwarzwald: Kinder, die geschlagen wurden oder Erbrochenes essen mussten. Mädchen, die an ihren Zöpfen zusammen gebunden wurden, weil sie schwätzten. Sie selbst, wie sie stundenlang in der Ecke steht. Nach vier Wochen fuhr sie zurück zu den Eltern nach Dortmund mit dem Gefühl „ausgeliefert“ gewesen zu sein. „Ich habe nicht mehr jedem getraut“, sagt Bärbel Porzelt.

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