Schüler mit der sogenannten Gläsernen Frau, einem anatomische Menschenmodell aus Kunststoff. Vorgängermodelle wurden in Dresden erstmals zur Internationalen Hygiene-Ausstellung 1930 der Öffentlichkeit präsentiert. Foto: Deutsches Hygiene-Museum/Stefan Floss

Der Schwabe Klaus Vogel hat das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden nach der Wende neu aufgebaut. Damals war die Museumsarbeit ein wildes Abenteuer. Der Blick nach vorne zeigt die historische Dimension der Coronapandemie.

Dresden - Herbst 1990. Klaus Vogel kommt gerade heim in seine Wohnung am Stuttgarter Urachplatz, als das Telefon klingelt. Vogel, Mitte dreißig und Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes, hört die Stimme seines Freundes Martin Roth. Mit ihm hat er studiert, in Tübingen am Institut für Empirische Kulturwissenschaft. Jetzt ruft Roth aus Berlin an, vom Deutschen Museum, da geht alles drunter und drüber in der Wendezeit. Roth will eine Ausstellung mit dem Hygiene-Museum in Dresden aufziehen. Doch das muss neu aufgebaut werden. In der DDR war es mit 300 Mitarbeitern eher Gesundheitsbehörde als Kulturanstalt. Es wird abgewickelt. Jetzt sucht man einen Direktor für die Neuaufstellung des Hauses als Museum. Martin Roth fühlt sich berufen. Doch er braucht jemanden an seiner Seite, wenn er, wie er es vorhat, die ganze deutsche Museumslandschaft nach der Wendezeit revolutionieren will. Und daher sagt Martin Roth am Telefon durch die Leitung nach Stuttgart: „Klaus, du musch di bewerba!“

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