Die Autokraten Xi, Trump und Putin auf einem Düsseldorfer Karnevalswagen – sie könnten von dem Buch der Macht noch manches lernen. Foto: imago/imagebroker

Ilija Trojanow hat in einem vergessenen Klassiker die Blaupause für aktuelle politische Entwicklungen entdeckt: eine rabenschwarze Satire – realistischer, als einem lieb sein kann.

Um zu verstehen, was gerade politisch an verschiedenen Stellen in die falsche Richtung läuft, muss man nicht zu neuesten Theorien greifen. Angesichts eines Rollbacks, der die Leute in einem Land wie den USA mit „No Kings“-Plakaten auf die Straße treibt, kann es sein, dass der Blick zurück manches klarer vor Augen führt, als es der strauchelnde Glaube an ein stetes Voranschreiten vermag. Und für das machtzentrierte Denken, das sich gerade unter dem Begriff eines politischen Realismus über moralische, rechtliche oder ökonomische Gesichtspunkte erhebt, um irgendetwas wieder so groß zu machen, wie es nie zuvor war, trifft ein Buch aus dem Jahr 1897 den Nagel auf den Kopf.

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