EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen war am Donnerstag auf Zypern zu Besuch. Foto: Patrcjk Hertzog/AFP Pool/AP/dpa/Archivbild Foto: dpa

Die Wirtschaft auf Zypern ist dringend auf den Tourismus angewiesen, dementsprechend leidet das Land in der Pandemie. Ursula von der Leyen besucht das EU-Land, bald sollen erste Corona-Gelder fließen.

Nikosia - Die EU-Kommission hat der Republik Zypern grünes Licht für den Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise gegeben. "Die Kooperation war exzellent", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Nikosia im Staatsrundfunk.

Große Teile der EU-Hilfen würden für die Infrastruktur, den Klimaschutz, die Digitalisierung und die Verbindung Zyperns mit dem europäischen Festland eingesetzt.

Das Programm hat nach Angaben der Regierung in Nikosia ein Volumen von 1,23 Milliarden Euro. Davon seien eine Milliarde Euro Zuschüsse und 230 Millionen Euro günstige Kredite. Diese Gelder sollten stufenweise bis 2026 ausgezahlt werden. Die ersten 130 Millionen Euro würden bis Ende Juli überwiesen. "Es ist ein historischer Tag", sagte der zyprische Präsident Nikos Anastasiades. Die Corona-Hilfen der EU seien die wichtigste Aktion seit der Gründung der Inselrepublik 1960.

Zypern braucht die EU-Gelder dringend, weil der Tourismus als Haupteinkommensquelle schwer unter der Corona-Pandemie leidet. Kommissionschefin von der Leyen sollte anschließend nach Kroatien weiterreisen.

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