Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) erklärte, dass 30 Millionen Euro in die Forschungsanlage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt fließen können. Foto: Matthias Bein/dpa

Es soll die weltweit größte Forschungsanlage zur Herstellung von strombasierten Kraftstoffen werden. Aber die Finanzierung kam ins Wanken. Jetzt atmet der Chemiestandort Leuna auf.

Berlin/Leuna - Kurzzeitig stand die Millionenförderung auf der Kippe, jetzt ist klar: Die Finanzierung einer Forschungsanlage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Leuna (Sachsen-Anhalt) ist gesichert.

Das Forschungsprojekt soll dabei helfen, den CO2-Ausstoß vor allem im Luftverkehr zu senken und gilt als weltweit größte Anlage ihrer Art. Wie Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) am Donnerstag mitteilte, stehen in diesem Jahr 30 Millionen Euro für die Anlage zur Verfügung. Bis 2027 seien es 100 Millionen Euro.

"Die weitere Erforschung der Potenziale von E-Fuels ist eine absolute Zukunftsfrage", betonte Hüskens. "Gerade für treibstoffintensive Bereiche wie den Flugverkehr könnten E-Fuels zu einem Game-Changer werden."

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt will noch in diesem Jahr mit dem Bau der Anlage für sogenannte E-Fuels beginnen. Aus erneuerbarem Strom und Wasser soll in der Anlage zunächst Wasserstoff produziert werden. Anschließend wird daraus mit chemischen Prozessen synthetisches Rohöl gewonnen. Dadurch soll vor allem im Luftverkehr CO2 reduziert werden.