Post ans eigene Rathaus: Bürgermeister Mario Weisbrich wirft seine Bewerbung für eine dritte Amtszeit ein. Foto: Gemeinde Wimsheim

Nach der Landtagswahl am 8. März dürfen die Wimsheimer am 22. März erneut abstimmen – wer an die Spitze des Rathauses soll. Der Amtsinhaber will bleiben und verweist auf Erfolge.

Gleich zum Start der Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl in Wimsheim hat Mario Weisbrich kurz nach Mitternacht am 10. Januar sein Bewerbungsschreiben in den Briefkasten am Wimsheimer Rathaus eingeworfen. Seit 2010 ist er dort bereits der Chef – und möchte dies auch in den kommenden acht Jahren bleiben. Weil seine zweite Amtszeit im Juni endet, soll am 22. März ein neuer Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin gewählt werden. Eine ursprünglich angedachte Wahl am 8. März, dem Tag, an dem die Bürgerinnen und Bürger auch zur Landtagswahl aufgerufen sind, ist wegen einzuhaltender Fristen nicht möglich.

Bei der Wahl vor acht Jahren gab es ein strittiges Thema

Bis zum 23. Februar haben weitere Bewerberinnen und Bewerber für das Bürgermeisteramt in der knapp 3000 Einwohner zählenden Heckengäugemeinde Zeit, ihr Interesse kundzutun. Vor acht Jahren holte Mario Weisbrich bei drei Konkurrenten rund 65 Prozent der abgegebenen Stimmen. Mit der Gemeinderätin Beate Lämmle-Koziollek hatte er eine Mitbewerberin, die auf Anhieb immerhin knapp ein Drittel der Stimmen auf sich vereinen konnten.

Damals stand Wimsheim noch unter dem Eindruck einer heftigen Debatte um die Ansiedlung der Pforzheimer Goldscheideanstalt C. Hafner, die die kleine Gemeinde stark in Gegner und Befürworter gespalten hatte. Inzwischen haben sich die Wogen längst geglättet, und die Firma ist ein anerkannter Betrieb im Ort.

Mario Weisbrich zeigt sich schon im Wahlkampfmodus

Ob es bei der anstehenden Wahl weitere Bewerber geben wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Mario Weisbrich aber ist schon im Wahlkampfmodus. In einer von ihm verschickten Pressemitteilung weist er auf viele Projekte hin, die in der zurückliegenden Amtszeit verwirklicht oder begonnen wurden. Dazu gehören etwa die Entwicklung weiterer Flächen für Wohnen und Gewerbe, die Ansiedlung von neuen Betrieben oder die Anpassung der Kinderbetreuung an die Bedürfnisse der Eltern „unter Berücksichtigung einer ausgewogenen Finanzierung“, wie er sagt. Und schließlich nennt er das derzeit entstehende Pflegeheim, für das vor Kurzem der Grundstein gelegt wurde.