Hannah Lühmann erzählt in ihrem frappierenden Roman „Heimat“ von der großen Versuchung der Regression.
Das Unheimliche ist dem Heimeligen zutiefst verschwistert, es ist die Art des Schreckerregenden, die auf das Altbekannte, Längstvertraute zurückgeht. So oder so ähnlich steht es bei Sigmund Freud, und es beschreibt ziemlich genau die Empfindung, die sich beim Lesen des neuen Romans „Heimat“ von Hannah Lühmann einstellt. Der Entdecker des Unbewussten kannte noch keine Tradwives, auch wenn ihr Rollenverständnis vermutlich dem entsprechen dürfte, was für die Frauen seiner Zeit noch in Geltung stand: Das Primat von Haus und Herd, Kochen, Putzen, Kindererziehung – und dem Ehemann ein Wohlgefallen.
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