Das Kaufmännische Schulzentrum Böblingen und der Kreisjugendring Böblingen führten gemeinsam eine nicht öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen des Schulbetriebs durch, die maßgeblich von Schülern (Alexander Medic und Micha Neitzel) vorbereitet und begleitet wurde.
Die Veranstaltung fand am Montag, 8. Dezember, von 9.35 bis 11.05 Uhr in der Aula A des Schulzentrums statt und richtete sich ausschließlich an die Schülerschaft.
Ziel war es, politische Bildung praxisnah zu ermöglichen.
Auf dem Podium vertreten waren L. Rocca (Bündnis 90/Die Grünen), R. Dvořák-Vučetić (CDU), F. Wahl (SPD), C. Schäfer (AfD), M. Kläger (Die Linke), P. Kulinski (Volt) und C. Watrinet (FDP).
Im ersten Themenblock zur Schulpolitik standen Chancengleichheit, der Umgang mit dem Lehrermangel und die Weiterentwicklung des Bildungssystems im Zentrum. Die Diskussion reichte von der Frage kostenloser Kita-Angebote über Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs bis hin zu Digitalisierung und KI im Unterricht. Zudem wurde über die anstehende Bildungsplanreform und neue Präventions- und Unterrichtsinhalte gesprochen. Auch strukturelle Aspekte wie technische Unterstützung an Schulen sowie die Verantwortlichkeiten von Land und Kommunen wurden aufgegriffen.
Der zweite Block beleuchtete das Themenfeld Migration. Dabei wurde die Schule als zentraler Ort der Integration deutlich hervorgehoben. Diskussionsthemen waren unter anderem die Bedeutung von Schulsozialarbeit, die Herausforderungen zwischen Bund-, Länder- und Kommunalzuständigkeiten sowie unterschiedliche migrationspolitische Ansätze der Parteien. Darüber hinaus wurde die Rolle von Sprache, Arbeitserlaubnissen und der neu gegründeten Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften Baden-Württemberg thematisiert.
Im dritten Block wurde die Klima- und Wirtschaftspolitik in den Blick genommen. Die Podiumsteilnehmenden besprachen die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität, die Herausforderungen für kleine und große Betriebe sowie die Bedeutung von Forschung und Start-ups für den wirtschaftlichen Wandel im Land. Unterschiedliche Positionen zur Energiepolitik, zum Verbrenner-Aus und zur Bewertung des menschengemachten Klimawandels verdeutlichten die Spannbreite politischer Perspektiven.
Die engagierte Mitarbeit von Alexander Medic und Micha Neitzel, die die Diskussion sowohl organisatorisch als auch inhaltlich vorbereitet und aktiv begleitet haben, prägte die Veranstaltung maßgeblich. Sie trug wesentlich dazu bei, politische Bildung lebendig, schülernah und praxisorientiert zu gestalten.
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