Kriegsreporter auf Spurensuche: Graeme Smith (links) redet in „Ghosts of Afghanistan“ nter anderem mit dem Friedensaktivisten Bismillah Watendost. Foto: Ghosts of Afghanistan/Galafilm Productions

Das Berliner Human Rights Film Festival zeigt eine aktualisierte Fassung des Dokumentarfilms „Ghosts of Afghanistan“. Er hat die jetzige Tragödie haarklein vorausgesehen. und schildert auf bedrückende Weise, wie nicht zuletzt die Frauen des Landes im Stich gelassen werden.

Berlin - Die kanadischen Soldaten, die Graeme Smith als Kriegsreporter begleitete, haben selten einen Taliban gesehen. „Geister“ wurden sie in der Truppe genannt, da sie aus dem Verborgenen heraus operierten und Leichen ihrer Kämpfer meist schon beseitigt hatten, als die alliierten Truppen nach Gefechten vorrückten. Es sind nicht die einzigen „Ghosts of Afghanistan“, denen Smiths Dokumentarfilm nachspürt. Die Geister der Toten, die in den Köpfen der noch Lebenden herumspuken, beschäftigen ihn genauso. „Sie verfolgen uns alle, die in Afghanistan gewesen sind“, sagt er. Zu den ergreifendsten Szenen gehört denn auch ein Besuch bei der Familie eines Freundes, der von den Taliban nur deshalb geköpft wurde, weil er Smith, dem Mann aus dem Westen, geholfen hatte.

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