Was soll die Bundeswehr in Niger – hier ein Airbus A400M der Luftwaffe, davor die Flagge des westafrikanischen Landes – noch bewirken? – Solche Fragen blendet der Bundestagswahlkampf fast komplett aus. Foto: StN/Christoph Reisinger

Weiterwursteln – zu viel mehr reicht der Ehrgeiz keiner Partei in der Außen- und Sicherheitspolitik. Das ist bitter, schreibt Christoph Reisinger in diesem Kommentar.

Stuttgart - Zeitenwende und Richtungswahl – diese Begriffe fallen oft im Bundestagswahlkampf. Mit Blick auf die Außen- und Sicherheitspolitik zu Recht. Denn kaum ein Land hängt so unmittelbar von seinen Außenbeziehungen und der Einbettung in handlungsfähige Bündnisse ab wie der Exportriese Deutschland. Dem kommen aber immer mehr Gewissheiten abhanden: Frieden innerhalb Europas, Verdichtung und Vergrößerung der EU, die immer belastbare Treue der USA, eine Quasi-Unverwundbarkeit durch Bedrohungen, die außerhalb Europas entstehen.

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