Die Wilhelma unterstützt in Australien den Erhalt des Großen Kaninchennasenbeutlers. Die auch als Großer Bilby bekannte Art wird dort von eingeschleppten Raubtieren bedroht.
Seit 2022 unterstützt die Wilhelma den Save the Bilby Fund (STB Fund), eine Nichtregierungsorganisation, die den großen Bilby vor dem Schicksal seines ausgestorbenen kleinen Bruders bewahren will, wie Stefanie Reska, Leiterin der Stabsstelle Artenschutz der Wilhelma erklärt. Denn der Große Kaninchennasenbeutler ist durch nach Australien eingeschleppte Raubtiere wie Füchse und Hauskatzen stark bedroht. Früher war der Greater Bilby über ganz Australien verbreitet, heute findet man die Art nur noch in Trockengebieten im Landesinnern. Die Nichtregierungsorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) stuft sie als gefährdet ein. Der Kleine Kaninchennasenbeutler ist bereits vor 100 Jahren ausgestorben.
Auch die eingeschleppten Kaninchen fressen dem Bilby die Nahrung weg. Zudem wandelt der Mensch große Gebiete in Flächen für die Rinderhaltung um und verdrängt damit die in unterirdischen Bauten lebenden Bilbies.
„Mittlerweile haben wir den STB Fund mit 46.000 Euro unterstützt“, resümiert Reska. So seien mit den Geldern Wildtierkameras gekauft worden für die Überwachung der Bilbies, die in einem Schutzgebiet leben. Zudem habe man damit eine wissenschaftliche Mitarbeiterin bezahlen können. Auch die Ausrichtung des zweiten Bilby Summit – einer Fachkonferenz von Wissenschaftlern, Rangern und Naturschützern – in diesem Jahr hat die Wilhelma mit 10.000 Australischen Dollar gesponsert.
Die Nachzucht im Schutzgebiet funktioniere inzwischen so gut, dass nun eine Wiederansiedelung der Tiere jenseits des Zauns angestrebt werde, um vorhandene Restpopulationen miteinander zu vernetzen und den genetischen Austausch zu erleichtern.
Ausgewilderte Tiere sollen überwacht werden
So sollen weiterhin Füchse und Katzen bekämpft werden und die ausgewilderten Tiere überwacht werden. Dafür seien kleine Tansponder notwendig, mit deren Hilfe man die Tiere wiederfinden kann, sowie Geld für das Monitoring durch eine erfahrene Bilby-Spezialistin. „Für diese Wiederansiedelung haben wir für die nächsten drei Jahre insgesamt 30.000 Euro in Aussicht gestellt“, so Reska. Das sei ein Drittel der veranschlagten Kosten.
Beim Bilby-Aktionstag am 14. September in der Wilhelma wird am Stand am Ausgang der Terra Australis von 12 bis 16 Uhr über die Bilby-Projekte in Australien informiert.