Viele Kommunen bieten einen kostenlosen Abholservice für Weihnachtsbäume an. Foto: dpa/Marcel Kusch

Nach den Weihnachtsfeiertagen stellt sich für viele die Frage, wie lange der geschmückte Christbaum noch in der Wohnung zu stehen hat. Wir geben nützliche Tipps, wann und wie der Weihnachtsbaum entsorgt werden sollte.

Für viele ist der Christbaum das Herzstück der Weihnachtsdekoration. Der Baum wird traditionell zwischen dem Totensonntag, also dem letzten Sonntag vor dem ersten Advent, und dem Heiligabend selbst aufgestellt. Doch zu welchem Zeitpunkt sollte man den Weihnachtsbaum wieder abbauen?

Abbauen des Weihnachtsbaums

Auch hierfür gibt es keinen einheitlichen Termin, an den sich alle halten. Wer eine kurze Weihnachtszeit bevorzugt, baut den Baum schon am 27. Dezember, direkt nach den Feiertagen, wieder ab. In den meisten Haushalten bleibt der Christbaum allerdings etwas länger im heimischen Wohnzimmer stehen.

Besonders geläufig ist der 6. Januar des neuen Jahres. Am Sonntag nach dem christlichen Fest der Heiligen Drei Könige endet für die katholische Kirche offiziell die Weihnachtszeit. Der Tradition nach lassen viele Familien den Baum bis zu diesem Datum stehen.

Obwohl die Weihnachtszeit demnach offiziell schon früher als beendet gilt, ist für einige immer noch der 2. Februar, also genau 40 Tage nach Heiligabend, das Datum, an dem sie den Weihnachtsbaum forträumen. An diesem Tag wird Mariä Lichtmess gefeiert – für Nachzügler ein Grund, um sich des Baumes zu entledigen.

Am 40. Tag nach der Geburt Jesu hätten Maria und Josef ihren erstgeborenen Sohn nach jüdischer Vorschrift in den Tempel gebracht. Maria hätte bis zu diesem Tag als „unrein“ gegolten, weshalb das Fest lange den Namen „Mariä Reinigung“ trug.

Entsorgung des Weihnachtsbaums

Ist der Baum erst einmal abgebaut, stellt sich die Frage, wie dieser am besten entsorgt werden kann. Die Entsorgung des Tannenbaumes im Wald ist verboten, da er zu unerlaubt hinterlassendem Müll zählt. Die Naturschutzorganisation WWF rät dazu, den Baum ebenfalls nicht in die Biotonne zu stopfen. Wer einen Kamin oder einen Kachelofen besitzt, könne den Baum verfeuern. Zudem könnten die Äste im Winter als schützende Abdeckung für Beete oder Gräber dienen.

Abtransport und Sammelstellen

Einige Kommunen bieten außerdem einen kostenlosen Abtransport der Weihnachtsbäume an. Die einzelnen Abholtermine sind für viele deshalb aus praktischen Gründen das Datum, an dem sie ihren Weihnachtsbaum entsorgen.

In vielen Städten kann man die Bäume auch kostenlos zu einer zentralen Sammelstelle bringen. So auch in Stuttgart: Dort bietet die Abfallwirtschaft den Service der kostenfreien Christbaumsammlung auf vielen gekennzeichneten Plätzen an. Die Bäume müssen hierfür komplett abgeschmückt sein. Alle Sammelstellen in den Stadtbezirken finden Sie hier.