Vier Wettkämpfe lang verlief die Saison in der 3. Turnen-Bundesliga perfekt für die WTG Heckengäu. Weil sie nun aber zweimal verlor, findet der Aufstiegswettkampf ohne sie statt.
Bei einem dramatischen Saisonfinale in der 3. Bundesliga Süd mussten sich die Turner der WTG Heckengäu in der Renninger Stadionsporthalle hauchdünn mit 37:39 dem TV Schwäbisch Gmünd/Wetzgau II geschlagen geben. Sie rutschten auf Tabellenplatz drei ab und verpassen damit den Aufstiegswettkampf zur 2. Bundesliga.
Die Gastgeber erwischten einen Traumstart: Am Boden setzten sie mit einem 13:3 ein Ausrufezeichen. Besonders Niccolò Spiess überzeugte mit einer sauber präsentierten Übung und holte vier Scorepunkte. Doch die Euphorie hielt nicht lange. Am Pauschenpferd folgte der Einbruch – Unsicherheiten und Fehler häuften sich, bei Florian Ludwig wurde gar der Abgang aberkannt. Die Gäste nutzten diese Schwächen gnadenlos aus und entschieden das Gerät mit 12:0 für sich.
Beim 26:26-Zwischenstand schafft die WTG Heckengäu den Ausgleich
Auch an den Ringen lief es nicht rund. Zwar glich Lovis Spiess mit zwei Zählern kurzzeitig aus, doch insgesamt gingen acht Zähler an den Gegner. Erst nach der Pause meldeten sich die Hausherren eindrucksvoll zurück: Adrian Dudev glänzte mit dem schönsten Sprung des Tages und führte sein Team zu einem klaren 11:3. Beim 26:26-Zwischenstand war alles wieder offen.
Doch die Hoffnungen zerplatzten am Barren. Philipp Lutz musste fünf Scorepunkte abgeben, Manú Tschur kam nur auf zwei Zähler. Nun lagen die Einheimischen mit 29:34 zurück. Am Reck bäumte sich die Gemeinschaftsriege auf: Tschur und Dudev holten zusammen acht Zähler, Spiess legte nervenstark nach. Doch am Ende war es ein ukrainischer Gastturner des Kontrahenten, der mit einer hochklassigen Kür für die Entscheidung sorgte.
Kapitän Philipp Lutz brachte die Enttäuschung auf den Punkt: „Wir haben heute nicht gut geturnt. Unsere Fehler wurden hart bestraft.“ Nach vier Siegen zum Auftakt und nun zwei Niederlagen hintereinander beendet die WTG die Saison halbwegs versöhnlich. Trainer Andreas Zeile zog jedenfalls ein positives Fazit: „Wir sind insgesamt zufrieden mit dem Verlauf und einem Platz auf dem Podest.“ Als Dritter sind die Chancen auf die 2. Bundesliga allerdings futsch und das Team startet kommende Runde erneut in der 3. Bundesliga. Die Heckengäuer gehörten zwar zu den Topteams, doch für den großen Schritt nach oben war die Leistung nicht stabil genug.