Die „Red Box“ hat zuletzt ihren 20. Geburtstag gefeiert. Über 50 000 Boxen wurden in dieser Zeit an Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse im Landkreis übergeben.
Mit der „Red Box“ soll Jugendschutz auf eine Weise an Kinder und Jugendliche vermittelt werden, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern eher spielerisch daherkommt. „Die Red Box ist auch nach 20 Jahren ein modernes und an die sozialen Gegebenheiten angepasstes Konzept, das von vielen Schulen im Landkreis angenommen wird“, freut sich Landrat Roland Bernhard. „Dabei ist uns die Zusammenarbeit mit der Polizei sehr wichtig, da hier polizeiliche Informationen und pädagogische Begleitung seit über 20 Jahren einen gemeinsamen Weg finden“.
Entwickelt wurde das pädagogische Konzept von Jörg Litzenburger, dem Präventionsbeauftragten des Landkreises Böblingen. Das pädagogische Gerüst bilden hierbei die vier Schwerpunkte des Jugendschutzgesetzes, Alkohol, Nikotin, Medien und bestimmte Örtlichkeiten, die Jugendliche noch nicht oder nur eingeschränkt, besuchen dürfen.
Aktuell liegt der Fokus auf dem Thema Medien
Spannend für die Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen ist das RedBox-Konzept vor allem auch, weil damit neue Informationen jugendgerecht und auf ihre Altersgruppe zugeschnitten präsentiert werden. Aktuell liegt neben dem Dauerbrenner-Thema Alkohol der Fokus klar auf dem Bereich Medien, weil die virtuelle Welt so viel Raum in der Kommunikation der Jugendlichen eingenommen hat.
Inhaltlich besteht die „Red Box“ aus verschiedenen Elementen, die direkt oder indirekt mit dem Thema Jugendschutz in Verbindung stehen, zum Beispiel Ohrenstöpsel, ein Kondom, ein auf Jugendliche abgestimmtes Jugendschutzgesetz mit regionalen Kontaktadressen, ein Infoheft zum Thema Chatten sowie einer extra Infobroschüre zur Alkoholprävention.
Präventionsarbeit ohne erhobenen Zeigefinger
„Das Konzept wird von der direkten Zielgruppe der 12- bis 14-Jährigen nach wie vor gut angenommen“, heißt es von Seiten des Landratsamtes, „ was sich unter anderem aus Umfragen erschließen lässt, die bei den Jugendlichen durchgeführt werden.“
Von Beginn an unterstützt die AOK Stuttgart-Böblingen die Aktion. „Die Projektidee überzeugt uns nach wie vor, denn hier gelingt es uns, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Schülerinnen und Schüler zuzugehen, sondern auf Augenhöhe mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagt Jürgen Weber, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Stuttgart-Böblingen. „ Die Redbox ist damit für uns Synonym und Symbol für die nachhaltige Präventionsarbeit im Landkreis Böblingen.“