Ein echter Stuttgarter bereichert den Gin-Markt: Neue Sorte aus der Landeshauptstadt

Das Angebot an den verschiedensten Gin-Sorten ist groß. Beinahe wöchentlich kommen neue Produkte auf den Markt. Kein Wunder: Gin ist in. Jetzt ist der Markt um ein weiteres Produkt aus Baden-Württemberg reicher. „Ginstr“ heißt der Wacholderschnaps.

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    Ein Kandidat mehr an der Theke: Der „Ginstr“ aus Stuttgart ist ein neuer Gin im Sortiment. Quelle: Nemanja Novakovic – 484392484 / Shutterstock.com

Artikel vom 26. September 2017 - 12:05

Sein Name setzt sich aus dem Wort „Gin“ und der Bezeichnung für den Stuttgarter Flughafen (STR) zusammen. Hergestellt wird er mit Cannstatter Wasser. Und überhaupt ist er eine Hommage an die Landeshauptstadt.

Ein Jungwinzer und ein Radiomoderator kamen auf die Idee, diesen neuen Gin zu kreieren. Neben Wacholder aus dem Remstal sind darin unter anderem Zitrusfrüchte aus eigenem Anbau, Bodenseewasser und Mineralwasser aus Bad Cannstatt enthalten. Das Etikett ziert der Stuttgarter Fernsehturm und die Wahrzeichen der Stadt. Die Fässer, in denen der Gin gelagert wird, tragen allesamt Namen aus der schwäbischen Metropole. So heißt das erste Fass „Killesberg“. Abgefüllt werden aus jedem Fass nur 711 Flaschen (in Anlehnung an Stuttgarts Vorwahl 0711). Insgesamt sind 46 Zutaten enthalten, die allesamt aus der Region um Stuttgart stammen.


Unglaublich großes Angebot

Es ist beeindruckend, wie dieses Getränk im Laufe der Jahre an Fahrt aufgenommen hat. Immer mehr Hersteller haben den Gin für sich entdeckt und stellen zum Teil großartige Sorten her. Laufend kommen neue Sorten auf den Markt. Sehr zur Freude der Gin-Fans. Dennoch ist es nur normal, dass die Gin-Welt im Laufe der Zeit etwas unübersichtlich geworden ist. Einen wirklichen Überblick über die verschiedensten Gin-Sorten kann man sich online verschaffen. Zwischenzeitlich sind es mehr als 100 Sorten, alleine aus Deutschland. Einen Geschmackstest, ohne Hunderte Euro in teure Sorten zu investieren, können Gin-Freunde bei so genannten Gin-Tastings machen. Diese finden in ganz Deutschland statt.


Warum ist Gin so beliebt?

Es waren die Schotten von Hendrick’s Gin, die den Stein so richtig ins Rollen brachten. Vor etwa 10 Jahren brachten Sie einen Gin auf den Markt, der eine toll designte Flasche hatte, der Geschmack war frisch und letztendlich setzte sich eine riesige Marketing-Kampagne in Bewegung. Auf diesen Zug sind viele Hersteller aufgesprungen. Unter anderem auch die Macher des „Monkey 47“ aus dem Schwarzwald. Die Schwaben siedelten ihren Gin in einem hohen Preissegment an und ebneten so den Weg für weitere Sorten aus Deutschland.

Gin kann man heute also in unzähligen Variationen und Geschmacksrichtungen kaufen. Hinzu kommt, dass jede Sorte mit dem passenden Tonic Water verfeinert werden kann. Auch von den Tonics gibt es derart viele, dass ein einziger Gin allein durch das Vermischen mit dem jeweiligen Tonic Water immer unterschiedlich schmeckt. Das macht Gin so vielseitig.


Gin ist in aller Munde

Ursprünglich war es der aus Hanau stammende Arzt François de le Boë, auch bekannt als Franciscus Sylvius, der den Gin 1650 in den Niederlanden erfunden hat. Sein Plan war, aus Alkohol und Wacholder eine Medizin gegen Bauchschmerzen zu entwickeln. Diese Medizin nannte er „Genever“.

Im 18. Jahrhundert haben die Engländer den Genever mit auf ihre Insel genommen. Dort suchte man nach einer Alternative zu herkömmlichem Alkohol, weil dieser dort hoch besteuert wurde. Sie ließen den Genever nochmals gären, fügten Kräuter und Gewürze hinzu und nannten das Ergebnis „Gin“. Seitdem wird das Destillat immer weiter verfeinert. Weltweit gehört der Gin heutzutage zu den Must Haves in den Regalen von Bars und heimischen Spirituosen-Schränken.


Wie findet man den richtigen Gin?

Wie fast überall, ist es auch hier eine Sache des Geschmacks. Menschen, die es gerne würzig mögen, greifen zum London Dry oder zum Dry Gin. Wer es fruchtiger mag, ist mit einem Old Tom Gin gut beraten. Für Liebhaber von vielen Kräutern und Gewürzen bietet sich ein New Western Dry Gin an. Hat man einmal seine Lieblingssorte gefunden, kommen die Tonic Water ins Spiel. Auch hier sollte man experimentieren. DEN besten Gin gibt es nicht. Probieren geht über Studieren.