Zwei Schwerverletzte nach Überholversuch

Artikel vom 20. Dezember 2017 - 10:26

LEONBERG (red).  Auf der Landesstraße 1189 kam es auf der Waldstrecke zwischen der Unterquerung der BAB 8 bzw. der Einmündung "Frauenkreuz" (Abzweigung L1188) und dem Stuttgarter Stadtteil Büsnau am Dienstagabend kurz vor 19 Uhr zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Pkw. Die Unfallstelle befindet sich im Bereich der Gemarkungsgrenze der Städte Leonberg und Stuttgart. Eine 55-jährige Frau befuhr laut Polizeibericht mit einem Kleinwagen der Marke VW die Strecke von Stuttgart in Richtung Sindelfingen innerhalb einer Fahrzeugkolonne und scherte zum Überholen eines langsameren Fahrzeugs auf die Gegenfahrbahn aus. Dort prallte sie frontal mit einem entgegenkommenden Mazda zusammen, der von einer 57-jährigen Frau gelenkt wurde und von der Unfallverursacherin vermutlich übersehen worden war. Die VW-Fahrerin wurde durch den Aufprall in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Sie wurde durch die Feuerwehr mittels Spezialwerkzeug aus dem VW befreit und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch die Mazda-Fahrerin, die offenbar noch vergeblich versucht hatte, dem VW auszuweichen, wurde durch den Aufprall schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Mazda hatte sich bei dem Unfall überschlagen und war wieder auf den Rädern zum Stehen gekommen. Ein im Mazda befindlicher Hund wurde beim Unfall aus dem Pkw geschleudert, hatte zwar keine sichtbaren Verletzungen erlitten, wurde aber vorsorglich zur Untersuchung einem Tierarzt übergeben. Beide Pkw wurden bei dem Unfall schwer deformiert und Teile des Fahrwerks beider Pkw herausgerissen. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 30.000 Euro. Der Streckenabschnitt zwischen Frauenkreuz und Büsnau musste bis zum Abschluss der Räumungsarbeiten für insgesamt drei Stunden gesperrt bleiben. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg hatte für die Unfallaufnahme und für Verkehrslenkungsmaßnahmen zeitweise bis zu sieben Streifen im Einsatz und wurde von einer Streife des Polizeipräsidiums Stuttgart bei der Verkehrslenkung unterstützt. Weiterhin waren im Einsatz sieben Fahrzeuge der Feuerwehr Stuttgart mit 16 Einsatzkräften, zwei Rettungswagen, ein Notarztwagen und zwei Abschleppfahrzeuge.

Fotos: SDMG / Dettenmeyer

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