Verfolgungsjagd endet in der Psychiatrie

38-Jähriger versucht mit Audi der Polizei zu entkommen

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    Symbolbild: Archiv

Artikel vom 14. November 2017 - 15:36

SINDELFINGEN (red). Am Montagvormittag kam es zu einer Verfolgungsjagd durch den östlichen Teil Sindelfingens, die auf der Autobahn endete.

Gegen 11.15 Uhr fiel Beamten des Polizeireviers Böblingen einem Audi A 3 auf, mit dem ein 38-Jähriger entgegen der Fahrtrichtung auf einer Verkehrsinsel an der Einmündung Friedrich-Gerstlacher- in Leibnizstraße stand. Als der Fahrer die Polizeibeamten sah, fuhr er mit Vollgas an und flüchtete mit ausgestrecktem Mittelfinger in Richtung Sindelfingen. Dabei überfuhr er in der Sindelfinger Mahdentalstraße mehrere rote Ampeln. Mit über 100 Stundenkilometern raste er schließlich auf die Autobahnanschlussstelle Sindelfingen-Ost zu. Kurz vor der Autobahnauffahrt versperrten Polizeibeamte der Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg mit ihrem Streifenwagen die Fahrbahn.

Dem Raser gelang es jedoch, die Absperrung zu umkurven und anschließend auf die A 81 in Richtung Stuttgart aufzufahren. Am Autobahnkreuz Stuttgart wechselte er auf die A 8 in Richtung München. Schließlich verließ der Rowdy die Autobahn an der Anschlussstelle Möhringen/Leinfelden-Echterdingen. Während der Verfolgungsfahrt hatten die Beamten der Verkehrspolizeidirektion zweimal versucht, sich mit dem Streifenwagen vor den Audi zu setzen; beide Male wurden sie jedoch von dem 38-Jährigen abgedrängt, sodass ein Überholen nicht möglich war.

Nach dem Verlassen der Autobahn setzte der Fahrer seine Flucht über die B 27 fort. Erst in der Nähe des Fernsehturms gelang es Polizisten an der Kreuzung Mittlere Filder-/Kirchheimer Straße, den Audi zu stoppen. Ohne weitere Gegenwehr wurde der offensichtlich psychisch auffällige Fahrer festgenommen; seinen Führerschein beschlagnahmte die Polizei. Durch seine Fahrmanöver und die deutlich überhöhte Geschwindigkeit gefährdete er außer den Polizeibeamten vermutlich auch noch mehrere Fahrzeuge. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 38-Jährige freiwillig in eine psychiatrische Klinik gebracht. Die Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg, Telefon (07 11) 68 69-0 sucht nun Personen, die den Vorfall beobachteten oder selbst von dem Audi-Fahrer gefährdet wurden.

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