Thomas Riesch zum neuen Bürgermeister gewählt

CDU-Kandidat bekommt in Gärtringen im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit

Der neue Gärtringer Bürgermeister heißt Thomas Riesch (33). Gleich im ersten Wahlgang erreichte der Sindelfinger am 25. Januar mit großem Vorsprung die absolute Mehrheit von 61,66 Prozent der abgegebenen Stimmen und wird Nachfolger von Michael Weinstein. Auf Platz zwei landete der Rohrauer Torsten Widmann (48) mit 26,67 Prozent.

FDP-Gemeinderat Uli Zinser (60) kam abgeschlagen mit 8,02 Prozent auf Rang drei. Der Nebringer Unternehmer Andreas Fink (50) kam auch in seiner dritten Bürgermeisterwahl in diesem Jahr auf keinen grünen Zweig. Nur 2,87 Prozent der Gärtringerinnen und Gärtringer wollten ihn auf dem Bürgermeistersessel sehen. Kandidat Heiko Gold aus Böbingen bekam 0.36 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 54,92 Prozent.

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DER WAHLKAMPF
 

Schwarzwaldhalle bei Kandidatenvorstellung rappelvoll

Nach 16 Jahren gibt Gärtringens Bürgermeister Michael Weinstein sein Amt ab. Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, am 25. Januar 2015 einen neuen Verwaltungschef zu wählen. Fünf Kandidaten haben sich beworben.

Die Gärtringerinnen und Gärtringer zeigen Interesse am Wahlkampf um den Bürgermeistersessel. Rund 1200 Interessierte kamen am Samstag, 17. Januar, zur offiziellen Kandidatenvorstellung in die Schwarzwaldhalle. Die vier Bewerber Thomas Riesch, Torsten Widmann, Andreas Fink und Uli Zinser präsentierten sich nacheinander auf der Bühne. Die beiden Gärtringer Widmann und Zinser als Bewerber aus der Gemeinde hoben auf ihre gute Ortskenntnis ab. Der Sindelfinger Kandidat Thomas Riesch betonte dagegen seinen Unabhängigkeit, weil er von außen komme. Und Andreas Fink aus Nebringen sucht als selbständiger Unternehmer eine neue Aufgabe als Bürgermeister. Der fünfte Bewerber Heiko Gold aus Böbingen im Remstal tauchte nicht auf.

» Kompletter Online-Artikel zur Vorstellung (erschienen am 19. Januar, Abo-Bereich)

 


 

Großes Interesse an Podiumsgespräch der KREISZEITUNG

Auf großes Interesse war bereits das Podiumsgespräch der KREISZEITUNG mit den Gärtringer Bürgermeister-Kandidaten am Mittwoch, 7. Januar gestoßen. Im rappelvollen Saal der evangelischen Kirchengemeinde befragten die KRZ-Redakteure Helmut Schilling und Hans-Dieter Schuh vier der fünf Bewerber. Mehr als 250 Interessierte waren gekommen.

► Video vom KRZ-Podiumsgespräch

» Kompletter Online-Artikel zum Podiumsgespräch (erschienen am 9. Januar, Abo-Bereich)

 


 

Die Kandidaten kurz vorgestellt:
 

Mit Torsten Widmann geht ein Kandidat aus dem Ort ins Rennen um den Bürgermeistersessel. In der Kommunalpolitik ist der Rohrauer ein alter Hase. Seit zehn Jahren sitzt der 48-Jährige im Ortschaftsrat, seit gut einem Jahr im Gemeinderat Gärtringen, jeweils in der Fraktion der SPD, Mitglied in der Partei ist er allerdings nicht. Widmann hat in Tübingen Jura studiert und arbeitet heute bei der Württembergischen Versicherung, wo er als Teamleiter für die IT-Koordination verantwortlich ist und seit zehn Jahren auch im Aufsichtsrat sitzt. Dort habe er viel Projekterfahrung gesammelt, was ihm auch in der Bürgermeister-Tätigkeit zugutekomme, sagt er. Seit 2001 ist er Vorsitzender des SV Rohrau, davor war er Jugendleiter. Er hat im Jahr 2004 den Rohrauer Jugendtreff „Nescht“ im Rathaus angestoßen und engagiert sich bei „Rohrau bewegt“. Vor Kurzem wurde er zum Ortsvorsteher von Rohrau gewählt.

► Artikel "Torsten Widmann will Weinstein beerben" (KRZ 4.10.14, Abo-Bereich)

 

Mit seinen 33 Jahren kann Thomas Riesch auf langjährige kommunalpolitische Erfahrung zurückblicken. Wie eine Kommune funktioniert und wie beispielsweise ein Haushalt zu interpretieren ist, das weiß der studierte Volljurist. „Ich bin im Kommunalen verwurzelt“, sagt Riesch, der seit zehn Jahren im Sindelfinger Gemeinderat für die CDU sitzt und stellvertretender Fraktionsvorsitzender ist. Außerdem war Thomas Riesch bis November Vorsitzender des CDU-Stadtverbands. Auch seine Brötchen verdient der Kandidat bei der CDU: Seit zwei Jahren ist er Büroleiter des Landtagsabgeordneten Paul Nemeth. Riesch sieht sich hier an der Schnittstelle zwischen Kommunal- und Landespolitik. Verwaltungserfahrung habe er, so Riesch, auch schon während seines Referendariats gesammelt im Staatsministerium und beim Städtetag.

► Artikel "Sindelfinger CDU-Chef wirft Hut in den Ring" (KRZ 24.10.14, Abo-Bereich)

 

Der 50-jährige Betriebswirt Andreas Fink aus Nebringen tritt als Unternehmer bei der Wahl an. Seit 20 Jahren ist er Geschäftsführer und Gesellschafter der 15 Köpfe starken Aquafun Bäderbetriebe GmbH, ein Dienstleistungsunternehmen für fünf Gemeinden in Fürth. Sein Unternehmen ist zur Abgabe an den ältesten Sohn vorbereitet. Fink will unternehmerisches Denken ins Rathaus bringen, die klammen Kassen mit gutem Wirtschaften füllen, ein Bürgerbüro und eigene Sprechzeiten als Bürgermeister bis 20 Uhr einrichten. Nach seiner Wahl will er nach Gärtringen ziehen. Im vergangenen Jahr hat Fink bei Bürgermeister-Wahlkämpfen Erfahrung gesammelt hat. Im April nahm er an der Bürgermeisterwahl in Zwiefalten teil und landete bei 3,7 Prozent. Am 9. November trat er bei der Bürgermeisterwahl in Haigerloch gegen den Amtsinhaber an und kam auf vier Prozent.

► Artikel "Mit Lebenserfahrung ins Schultesamt" (KRZ 10.01.15, Abo-Bereich)

 

Am Neujahrsabend hat der Gärtringer Uli Zinser seine Kandidatur für den Bürgermeisterposten bekanntgegeben. Der gebürtige Gärtringer sitzt seit 2009 für die FDP als Einzelkämpfer im Gemeinderat. Allerdings versteht sich der 60-Jährige als „völlig parteiunabhängig“: 80 bis 90 Prozent der Kommunalpolitik hätten rein gar nichts mit Parteipolitik zu tun – und von einer Parteispitze lasse er sich nicht ins Amtsgeschäft hineinreden. Ein ganz wesentliches Thema ist für Zinser die Gewerbeansiedlung: „Da hinken wir Nufringen und Ehningen deutlich hinterher.“ Ganz unerlässlich sei es, neues Gewerbe anzusiedeln, schon alleine, um die geschaffene Infrastruktur auch finanzieren und aufrecht erhalten zu können. Im Falle seiner Wahl versteht sich Zinser „selbstverständlich“ als gleichwertiger Bürgermeister für beide Ortsteile – und er denkt, dass er auch in Rohrau ausreichend Anhänger finden kann.

► Artikel "Aktuelle Lokalpolitik mit Rostbraten garniert" (KRZ 16.01.14, Abo-Bereich)

 

Ende Dezember hat zudem Heiko Gold seine Bewerbungsunterlagen für die Bürgermeisterwahl in Gärtringen auf dem Rathaus abgegeben. Das Wettrennen um den Sessel im Chefzimmer gewinnt damit eine pikante Note. Der 41-jährige Einzelhandelskaufmann und staatlich geprüfte Vermessungstechniker strebt im Ernst nämlich nicht den Posten des Rathaus-Chefs an. „Mein einziges Wahlversprechen ist: Ich werde die Wahl nicht annehmen.“ Als Vertreter der Nein-Idee mit Parteistatus will Heiko Gold nämlich all jenen Wählern eine Stimme geben, die mit keinem der Bewerberkandidaten wirklich zufrieden sind. Für ihn handelt es sich bei der Möglichkeit eines Nein-Kreuzes auf dem Wahlzettel um „eine Form von Volksabstimmung und direkten Demokratie“. Aktuell hat Gold, der ansonsten als selbstständiger Handwerksdienstleister unterwegs ist, zehn Bewerbungen parallel am Laufen – in 26 Ortschaften hat er bereits seinen Hut in den Ring geworfen.

 


 

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