"Meine Arbeit empfinde ich wie Urlaub"

In ihrer neuen Massagepraxis in der Böblinger Bahnhofstraße bietet Minh Ong ihren Kunden Massagen, Wellness und Abnehmhilfe an

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    Minh Ong hat ihre neue Massagepraxis luftig gestaltet. Das Ambiente unterstreicht: Hier findet man eine wohltuende Auszeit vom Alltag Foto: Sabine Ellwanger

"Das Ziel ist immer, gesund zu werden und zu bleiben. Ich möchte helfen!" So bringt Minh Ong ihre Philosophie auf den Punkt. Seit acht Jahren führt sie in Herrenberg eine gutgehende Massagepraxis. Jetzt eröffnete die gebürtige Vietnamesin eine zweite Praxis in der Bahnhofstraße 18 in Böblingen.

VON SABINE ELLWANGER

Artikel vom 15. Januar 2015 - 04:33

BÖBLINGEN. Das Spektrum umfasst unter anderem verschiedene Massagen und Unterstützung beim Abnehmen. Bis Ende Januar gelten noch die Eröffnungsangebote, Infos unter http://www.massage-minh.de im Netz.

Ihr Haupttätigkeitsgebiet? "Schreibtischtäter, darunter viele junge Menschen", lautet die prompte Antwort der gelernten Masseurin und Fachfrau für Traditionelle Chinesische Medizin, die in Tübingen ihr Studium absolvierte. "Rücken, Nacken, Schultern. Fast 90 Prozent kommen mit Rückenbeschwerden, das ist Volkskrankheit Nummer eins." Welcher man mit einem gezielten Massageprogramm entgegenwirken könne.

Fünf Behandlungsräume und eine Infrarotkabine zum Entspannen stehen in der neuen, hell und luftig eingerichteten Praxis zur Verfügung. Ein derzeit zweiköpfiges Team, das aber möglichst bald wachsen soll, ist hier tätig, um zum Beispiel weitere Beschwerden wie Verspannungen, Blockaden, "Maushand", Tennisarm, Bandscheiben- und Ischiasprobleme oder Migräne in den Griff zu bekommen.

Am Anfang stehen dann meist einige Einzelbehandlungen in kürzerer Zeit, danach werden die Abstände größer, später reichen dann und wann prophylaktische Behandlungen, damit die Beschwerden möglichst nicht mehr auftreten, so Minh Ong. "Ich massiere meist mit geschlossenen Augen. Mit der Zeit entwickelt man ein Gespür. Aus der Akupunktur kenne ich die Meridianpunkte und löse die Blockaden", beschreibt die überaus zierliche Asiatin ihre Vorgehensweise. "Kunden, die zum ersten Mal in die Behandlung kommen, sehe ich an, dass sie sich oft fragen, ob ich genügend Kraft habe", lächelt sie. "Aber Zweifel sind nur am Anfang. Massage ist keine Frage des Körpergewichts, sondern der Technik", versichert sie glaubhaft - und kein Kunde zweifle nach der ersten Behandlung daran.

Die studierte Betriebswirtschaftlerin kann eine erstaunliche Biografie vorweisen. Sie zählte zu den Boat People, die seinerzeit aus Vietnam flüchteten. Als 14-Jährige kam sie mit ihren Geschwistern nach Deutschland, die Eltern folgten später nach. Abitur in Düsseldorf, Praktikum bei der BASF, BWL-Studium in Stuttgart. In diesem Beruf war sie unter anderem bei HP Böblingen tätig bis zu ihrer Familienzeit.

Durch ihre drei Kinder, aber auch durch persönliche gesundheitliche Krisen, kam sie zum Thema Heilkunde - und durch ihre Schwester, die ihr mit Akupunktur seinerzeit wirklich geholfen habe. Nun, nach der TCM-Ausbildung sowie zahlreichen Fortbildungen auch in ihrem Heimatland blickt Minh Ong selbst nun schon auf viele Jahre erfolgreicher praktischer Arbeit zurück. Dabei gibt sie Tipps zur Eigenbehandlung daheim, zur Ernährung, ermuntert zur Bewegung - alles Grundvoraussetzungen für mehr Wohlbefinden und Gesundheit.

Mensch als Ganzes sehen

Als Unterstützung beim Abnehmen bietet Minh Ong in ihrer Praxis die Divina-Ultra-Methode an - ein Ultraschallverfahren, das mithilfe neuromuskulärer Stimulation das Abnehmen unterstützt und hilft Gewebe zu straffen. "Mir ist wichtig, den Menschen als Ganzes zu sehen. Von Kopf bis Fuß. Dabei ist Massage für den Körper ein Mittel zur Selbsthilfe. Man regt an und aktiviert die Selbstheilungskräfte. Und Wohlfühlen bewirkt, dass Körper, Geist und Seele im Einklang sind. Man bleibt in der Folge bei sich und kommt zugleich zur Ruhe.

"Das hilft bei vielen Beschwerden", fasst Minh Ong zusammen und strahlt selber ein hohes Maß an Zufriedenheit aus. "Meine Arbeit empfinde ich wie Urlaub", sagt sie. "Ich bekomme so viel zurück."