Tischtennis-DM vor exakt 50 Jahren in Böblingen

Tischtennis: Heute vor exakt 50 Jahren war die altehrwürdige Böblinger Sporthalle Austragungsort der 36. deutschen Meisterschaft

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    Tischtennis-Legende und "Mister Pokerface": Eberhard Schöler (hinten) wurde vor ziemlich genau 50 Jahren deutscher Meister in der Böblinger Sporthalle an der Stettiner Straße Foto: Archiv

Artikel vom 19. Januar 2018 - 11:24

Von Manfred Schneider

BÖBLINGEN. Es war vor exakt 50 Jahren. Am 20. und 21. Januar 1968 fanden die 36. nationalen deutschen Tischtennis-Meisterschaften statt. Die ersten in der Böblinger Sporthalle, vier weitere sollten folgen. Die SV Böblingen begründete ihren guten Ruf als Tischtennis-Veranstalter. Auch von mehreren internationalen Wettkämpfen. Bis 2008 der Abriss der Halle in der Stettiner Straße dem ein jähes Ende bereitete.

Bereits die 34. DM 1966 wurde nach Böblingen vergeben. Der damalige SVB-Abteilungsleiter Günther Leutritz nutzte seine Kontakte zu Jupp Schlaf, damals der wichtigste Mann in der deutschen Tischtennis-Szene. Mit der neuen Halle, die seinerzeit ihresgleichen in Süddeutschland suchte, hatte er ein starkes Argument. Doch es gab ein Problem. Die Sporthalle wurde nicht rechtzeitig fertig, Bauverzögerungen gab es also auch schon vor 50 Jahren. 1968 bekam Böblingen eine neue Chance. 2500 Zuschauer sahen den Sieg von "Mister Pokerface" Eberhard Schöler über Bernt Jansen im Finale des Männer-Einzels. Ein Jahr später wurde der heute 77-jährige Schöler in München Vizeweltmeister. Edit Buchholz holte in Böblingen den Titel im Fraueneinzel, im selben Jahr wurde sie auch noch Team-Europameisterin. Die Titelkämpfe in Böblingen wurden damals in Funk und Fernsehen ausführlich berichtet, davon können Tischtennisfans heutzutage nur träumen.

Viele positive Erinnerungen an lange Gespräche im "Bären"

Günther Dieterich, damals Stellvertreter von Leutritz, erinnert sich noch genau an 1968: "Die Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten war nicht einfach, denn das Hotelangebot in Böblingen und Sindelfingen war damals recht bescheiden. Auch der Ergebnisdienst war ohne Computer wesentlich umständlicher als heute. Aber da die komplette Tischtennis-Abteilung engagiert mitgemacht hat, hatten wir alles im Griff." Und zu seinen Erlebnissen über das rein Sportliche hinaus: "Sehr positive Erinnerungen habe ich an die langen Gespräche mit Eberhard Schöler, Conny Freundorfer und Jupp Schlaf an der Theke im Gasthof Bären."

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