Interview zum Junior-Cup mit Joshua Kimmich

Der Bayern-Profi wird am Freitag in die Hall of Fame des Mercedes-Benz Junior-Cup aufgenommen

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    Joshua Kimmich (li.) gegen den Dortmunder Said Benkarit: 2013 im Trikot des VfB Stuttgart beim Junior-Cup zum besten Spieler des Turniers gewählt, heute Profi beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft Foto: GES-Sportfoto

Seit 2015 gibt es beim Mercedes-Benz Junior-Cup, der am 5. und 6. Januar zum 28. Mal im Sindelfinger Glaspalast stattfindet, die Hall of Fame. Seither wird die Ruhmeshalle jedes Jahr um ein weiteres Mitglied erweitert. 2017 war es Trainer Ralf Rangnick, am Freitag, 5. Januar, wird Joshua Kimmich aufgenommen.

Artikel vom 02. Januar 2018 - 14:12

Von Roland Eitel

Herr Kimmich, was bedeutet es Ihnen, in die Hall of Fame des Junior-Cup aufgenommen zu werden, nachdem Sie 2013 als "Spieler des Turniers" ausgezeichnet wurden?

Für mich ist es ist eine Ehre, wenn man sieht, wer noch beim Junior-Cup gespielt hat und in der Hall of Fame ist. Es ist ein super Turnier, das gerade in dieser Altersklasse auch international sehr bekannt ist. Aber auch viele sehr gute deutsche Mannschaften sind Jahr für Jahr dabei.

Welche Erinnerungen haben Sie an den Mercedes-Benz Junior-Cup?

Da ist schon noch viel in Erinnerung. Vor allem natürlich die Final-Niederlage nach - ich glaube - Sieben- oder Neunmeterschießen. Für uns junge Spieler war das Turnier was ganz Besonderes, weil es damals auch im Fernsehen übertragen wurde. Wir haben uns alle riesig darauf gefreut. Gerade beim VfB, wo die U19 jedes Jahr mit dabei ist, ist es immer ein absolutes Highlight. Ich war auch vorher schon als Kind zweimal als Zuschauer dabei. Deswegen war das damals für uns ein riesen Erlebnis, leider konnten wir das Turnier nicht gewinnen.

Nach 24-jähriger Pause spielt jetzt wieder Bayern München mit. Was trauen Sie der U19 von Bayern zu?

Einiges! Sie sind in der Bundesliga in der Spitzengruppe und in der Youth League auch sehr gut dabei. Deshalb glaube ich auch, dass sie in der Halle einiges zeigen können. Die Jungs können sich darauf freuen, es ist etwas Besonderes. Ich drücke natürlich den Bayern die Daumen.

Wenn Sie an Ihre Teilnahmen beim Junior-Cup zurückdenken: War damals schon abzusehen, dass Sie heute in der Nationalmannschaft und bei Bayern München als Stammspieler absolut gesetzt sind. Oder war es zumindest ein Traum?

Auf jeden Fall war es damals noch ein Traum. Es war überhaupt nicht absehbar und auch noch sehr weit weg. Wenn ich überlege, was in diesen vier, fünf Jahren passiert ist - da hat sich schon einiges getan. Zuerst mit dem Schritt nach Leipzig und dann zu Bayern. Jetzt Champions League zu spielen und auch in der Nationalmannschaft dabei zu sein - es ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist, war aber zum damaligen Zeitpunkt definitiv nicht abzusehen.

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