Nadine Hildebrand: Enttäuschendes WM-Aus im Vorlauf

Leichtathletik: Weltmeisterschaft

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Artikel vom 11. August 2017 - 14:48

SINDELFINGEN (hos). Es hat nicht sollen sein. "Ich hatte einfach zu viel verletzungsbedingten Trainingsausfall", analysierte Hürdensprinterin Nadine Hildebrand nach ihrem Vorlauf bei der Weltmeisterschaft in London nüchtern. 13,14 Sekunden sprintete sie über die 100 mit Hürden gespickten Meter und verpasste das angestrebte Weiterkommen ins Halbfinale.

Vierte ihres Vorlaufes hätte die Athletin vom VfL Sindelfingen werden müssen. Und die Chancen dafür waren angesichts der nicht ganz so hochkarätigen Konkurrenz, die mit ihr auf der Bahn stand, eigentlich gar nicht so schlecht. Nach gutem Start lief bis 50 Meter noch alles nach Plan und Nadine Hildebrand war mit dabei. Als die anderen aber ihr Stehvermögen ausspielten, verlor die Schwäbin den Anschluss. Im Ziel war nicht nur ihre Saisonbestleistung von 12,81 Sekunden weit weg, sondern auch der für die direkte Halbfinalqualifikation geforderte vierte Rang mit 13,01 außer Reichweite.

Blieb die Hoffnung auf die Zeit. Vier weitere Athletinnen, die nicht unter die Top Vier kamen, durften über diese Hürde ebenfalls in die nächste Runde. Davon profitierte mit 13,08 Sekunden unter anderem Ricarda Lobe aus Mannheim. Nicht aber Nadine Hildebrand. Mit 13,12 Sekunden hätte auch ihr dieser Weg offen gestanden, zwei winzige Hundertstel fehlten. "Bei den deutschen Meisterschaften bin ich auch in 13,14 Sekunden ins Ziel gekommen. Heute habe ich mich eigentlich besser gefühlt. Es ist sehr schade, dass es so knapp nicht geklappt hat", fasste sie enttäuscht zusammen. Bleibt nach dem sportlichen Aus die Rolle als Zuschauerin und Motivatorin für die Mannschaftskolleginnen.

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