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MAICHINGEN (red). Nach ihrem Sieg bei den deutschen Triathlon-Meisterschaften in Bad Schönborn im Kraichgau war Luisa Moroff gleich wieder im Gartenhallenbad Maichingen anzutreffen. Hier trainiert die 21-jährige Darmsheimerin bis zu viermal pro Woche für die Auftaktdisziplin beim Triathlon.

Frau Moroff, war das jetzt ein Erfolg mangels Konkurrenz oder aufgrund einer enormen Leistungssteigerung Ihrerseits?

Da spielen beide Faktoren mit. Zum einen bin ich deutlich stärker als im Vorjahr, zum anderen weiß ich bei meiner Saisonplanung im Januar nicht, wer wann und wo startet. Jeder Athlet mit deutscher Staatsangehörigkeit und Startpass hat die Möglichkeit, bei einer deutschen Triathlon-Meisterschaft zu starten. Allerdings gibt es außer dem Titel selbst nichts zu gewinnen. So wird sicherlich die eine oder andere Athletin aus dem Profibereich lukrativere, mit Preisgeld dotierte Wettkämpfe bevorzugen. Grundsätzlich aber ist es wie immer: Ich kann nur gegen Athletinnen gewinnen oder verlieren, die auch mit mir an der Startlinie stehen.

Wie lange sind Sie schon als Dreikämpferin unterwegs?

Mitte 2014 habe ich begonnen, den einen oder anderen Wettkampf über die Sprintdistanz zu bestreiten. Dann 2015 der erste Start mit doppelten Streckenlängen, das heißt der Olympischen Distanz mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Seit diesem Jahr starte ich fast ausschließlich auf dieser Distanz. Ursprünglich komme ich von der Mittel- beziehungsweise Langstrecke der Leichtathletik, was mir einen großen Vorteil beim abschließenden Laufen eröffnet. Es ist vom Kopf her immer positiv, wenn die eigentliche Stärke am Ende kommt und im taktischen Bereich, wenn es eng wird, ein enormes Plus gegenüber meinen Konkurrentinnen.

Aber mit Laufen allein gewinnt man doch keinen Triathlon?

Das ist richtig. Meist sind bei der ersten Disziplin Schwimmspezialisten am Start. Ich bezeichne mich selbst als ordentliche, aber nicht überragende Schwimmerin. Ich darf nach dem Schwimmen den Kontakt zur Spitze nicht verlieren und versuche mich so lange wie möglich bei anderen Athleten im Wasserschatten aufzuhalten. Hier spart man etwas Kraft. Auf dem Rad erarbeite ich mir dann die Ausgangsposition für den abschließenden Lauf. Komme ich nach dem Radfahren als Erste in die Wechselzone, so gilt es, das Feld zu kontrollieren und das Ding ins Ziel zu bringen. Gibt es noch Plätze gutzumachen dann heißt das Kommando Attacke.

Für die kurze Laufbahn machen Sie riesige Fortschritte.

Da bin ich manchmal auch selbst von mir überrascht. Ich habe ein großes Kämpferherz und kann mich völlig verausgaben. Natürlich bin ich auch nicht ganz talentfrei auf die Welt gekommen, da haben wohl Papas Triathlon-Gene ihren Beitrag dazu geleistet. Aber grundsätzlich kann man im Ausdauerbereich durch Trainingsfleiß sehr viel erreichen. Aber auch der NADA bin ich wohl schon aufgefallen. Bei sechs Starts über die Olympische Distanz wurde ich bereits dreimal zur Dopingkontrolle gebeten. Aber ich bin froh über die Kontrollen und kann immer mit bestem Gewissen zur Probe antreten. Der einzige Nachteil ist, dass ich die Zielverpflegung nach dem Wettkampf erst verspätet zu mir nehmen kann. Aber das wiederum hängt davon ab, wie schnell das mit dem Pinkeln klappt (lacht).

Können Sie sich eine Karriere als Triathlon-Profi vorstellen?

Als erstes werde ich mein Studium beenden. Dann werde ich ganz normal arbeiten gehen. Sollte sich irgendwann in späterer Zukunft, wenn die Leistung stimmt, die Möglichkeit ergeben, vom Sport leben zu können, werde ich weitere Überlegungen anstellen. Mein maximales Leistungsvermögen im Ausdauerbereich werde ich wohl erst in zehn Jahren erreicht haben. Vorausgesetzt, ich bleibe gesund und der Sport bereitet mir weiterhin so viel Spaß wie bisher. Also bleibt mir für derartige Überlegungen noch etwas Zeit - aber träumen darf man schon.

Der deutsche Meistertitel ist unter Dach und Fach. Geht es jetzt zur EM?

So denken viele. Aber nicht ich. Der deutsche Meistertitel ist eher ein Zufallsprodukt auf dem Weg zu meinem langfristigen Ziel. Ich habe mein sportliches Ziel im Jahr 2015 als "Vision 2020" formuliert. Das ist der lange Weg über fünf Jahre bis zur Weltmeisterschaft 2020 über die Langdistanz auf Hawaii. Ein Ziel, das aber auch einen so langen Vorlauf erfordert. Um Verletzungen zu vermeiden, muss der Körper Schritt für Schritt an längere Belastungen herangeführt werden. Weiterer Meilenstein meiner "Vision 2020" ist der erste Start über eine Mitteldistanz, das heißt 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen. Und das noch dieses Jahr! Zuvor aber kommen noch zur Vorbereitung einige Starts mit Distanzen ähnlich der bei den deutschen Meisterschaften und viele Trainingskilometer auf dem Rad, zu Fuß und im warmen Wasser des Maichinger Gartenhallenbades.

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